SoVD-Podcast: Neue Perspektiven für den SoVD Hamburg
Wer ist Dr. Sally Peters, was bewegt sie und für welche sozialen Themen möchte sie als neue Vorständin des SoVD Hamburg künftig besonders starkmachen?
Neue Perspektiven für den SoVD Hamburg: Fragen und Inhalte
00:59 Neue Vorständin im SoVD Hamburg: Dr. Sally Peters stellt sich vor
03:58 Von der Schuldnerberatung zur Forschung: Warum finanzielle Notlagen strukturelle Ursachen haben
07:09 Junge Erwachsene und finanzielle Überforderung: Fehlendes Wissen, Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung
10:00 Neue Schwerpunkte im SoVD Hamburg: Gleichstellung, Familienpolitik und Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Gerade Themen wie Gleichstellung und Familienpolitik sind Bereiche, in denen ich in den letzten Jahren gearbeitet habe und mit denen ich den Sozialverband vielleicht noch einmal gut weiterentwickeln kann. Da werden sich auf jeden Fall mit der Zeit noch weitere Themen ergeben.
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Zu Gast ist Dr. Sally Peters. In dieser Folge lernen wir die neue Vorständin des SoVD Hamburg persönlich und fachlich kennen: Es geht um Überschuldung, finanzielle Unsicherheit und die Frage, warum gerade junge Erwachsene schnell in schwierige finanzielle Situationen geraten können. Peters erklärt, wann finanzielle Probleme zu einem Alarmzeichen werden und wo Betroffene in Hamburg Unterstützung finden. Außerdem werfen wir einen Blick auf ihre neuen Aufgaben als Sprecherin des Vorstands im SoVD Hamburg und soziale Themen, die sie stärker in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit rücken möchte – darunter Gleichstellung, Familienpolitik und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Neue Perspektiven für den SoVD Hamburg: Der SoVD-Podcast zum Lesen
SR: Susanne Rahlf
SP: Dr. Sally Peters
SR: “Sozial? Geht immer!” – Der Podcast des SoVD Hamburg mit Susanne Rahlf und Dr. Sally Peters. Einmal im Monat diskutieren wir soziale Fragen und Problemlagen, haken nach und geben Antworten. Immer im Blick: Soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und Chancengleichheit. Sie wollen keine Folge mehr verpassen? Dann abonnieren Sie uns auf den gängigen Podcast-Plattformen. Herzlich Willkommen zu unserem Podcast “Sozial? Geht immer!”. Heute beginnt eine neue Ära in unserem Podcast. Wir haben eine neue Vorständin bei uns im Landesverband. Dr. Sally Peters wird mich in Zukunft bei unseren Podcasts begleiten und unsere Gäste begrüßen. Herzlich willkommen, Sally.
SP: Hallo Susanne, vielen Dank! Ich freue mich, dass ich den Staffelstab übergeben bekommen habe von Klaus Wicher und jetzt mit dir den Podcast zu machen.
00:59 Neue Vorständin im SoVD Hamburg: Dr. Sally Peters stellt sich vor
SR: Wir werden ganz viele verschiedene spannende Gäste haben, aber erstmal geht es natürlich darum, dich ein bisschen kennenzulernen. Du hast eine ganz spannende Vita. Du bist 37 Jahre alt, hast Familie, hast Kinder und bist auf der einen Seite also Mutter und arbeitest aber ganz intensiv im sozialen Bereich. Das machst du auch schon länger. Du hast bereits schon eine Doktorarbeit geschrieben. Also für das Alter, Chapeau muss ich mal sagen, das alles unter einen Hut zu kriegen. Das sind auch so die Themen, die der Sozialverband tatsächlich dann auch bearbeitet, nämlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Da bist du ein super gutes Beispiel, wie man das hinkriegen kann. Dafür hast du aber auch ganz schön viel getan.
SP: Ja, zwei kleine Kinder und Vollzeit arbeiten unter einen Hut zu kriegen ist tatsächlich gar nicht so leicht. Das hängt natürlich an vielen Faktoren. Die Gesundheit von allen Beteiligten ist schon mal ein Faktor. Mein Partner und ich teilen uns das partnerschaftlich auf. Zum anderen spielt natürlich auch der Arbeitgeber eine große Rolle. Das heißt, wie flexibel sind da die Arbeitsbedingungen? Wir wissen alle, der Alltag mit kleinen Kindern ist herausfordernd. Wie kann man das eigentlich gut unter einen Hut kriegen? Ich freue mich jetzt, dass ich es zum Sozialverband wechseln konnte und hier weiter meinen Weg gehen kann und mit dir gemeinsam zum Beispiel an diesem Podcast arbeiten kann und viele spannende Gäste kennenlernen darf.
SR: Du bist eine gebürtige Hamburgerin. So ein richtiges Hamburger Urgestein sozusagen. In Barmbek zu einem großen Teil groß geworden. Heute lebst du in Langenhorn mit deiner Familie. Nach dem Abitur hast du dich dazu entschieden, Soziale Arbeit an der HAW zu studieren. Wie kam das dazu?
SP: Tatsächlich habe ich nach dem Abitur noch einen kleinen Umweg gemacht. Ich habe erst in der Hamburger Steuerverwaltung angefangen und habe dann aber festgestellt, dass das nicht so richtig mein Weg ist, stellte aber schnell fest, dass mir der Umgang mit Menschen sehr viel Spaß macht und habe mich dann ein bisschen umorientiert, was stattdessen sein könnte. Ich habe ein Praktikum in der Mädchenwohngruppe gemacht und festgestellt, das ist das was ich später machen möchte und habe dann an der HAW Hamburg angefangen zu studieren mit großer Freude. Und ja, ein Bachelor und Master gemacht und habe währenddessen auch schon angefangen, als Sozialpädagogin zu arbeiten. Ich habe meine Praxissemester in der Schuldnerberatung gemacht. Das ist immer ein kleines Nischenfeld, tatsächlich muss man sagen, dass man auch etwas ungewöhnlich.
03:58 Von der Schuldnerberatung zur Forschung: Warum finanzielle Notlagen strukturelle Ursachen haben
SR: Aber sehr wichtig. Schuldnerberatung ist eine ganz wichtige Einrichtung.
SP: Genau die beschäftigt sich mit Menschen, die in finanziell herausfordernden Lebenslagen sind. Von der ersten Mahnung bis zu mehreren 10.000 Euro Überschuldung. Es hat mir große Freude gemacht. Das hört sich erst einmal kurios an, denn es ist ein Arbeitsfeld, was auch sehr belastend sein kann. Da geht es auch sehr oft um existenzsichernde Themen. Die Wohnung ist womöglich gekündigt worden, man kommt nicht ans Konto. Wie kommt man noch ans Ende des Monats? Gerade Alleinerziehende haben immer wieder Herausforderungen, was Finanzen angeht. Wenn zum Beispiel der Unterhalt nicht gezahlt wird oder dass ein bisschen länger dauert, bis Leistungen bewilligt werden und Ähnliches. Gleichzeitig ist es aber ein sehr schönes Arbeitsumfeld, wenn man die Menschen konkret unterstützen kann, sowohl mit rechtlichem Wissen als auch mit konkreter pädagogischer Unterstützung. Wie kann ich gut den Alltag meistern? Wo gibt es Beratungsstellen vielleicht in Hamburg. So habe ich mich auch nach dem Studium entschlossen, über das Praxissemester hinaus zu arbeiten und habe dann mehrere Jahre in Harburg gearbeitet und da Menschen zu ihren Finanzthemen beraten.
SR: Das kenne ich. Ich habe früher auch in Harburg als Journalistin gearbeitet. Es gibt in Harburg viele Ecken, wo viele Menschen leben, die zu wenig Geld haben und tatsächlich überschuldet sind. Das sind auch immer ganz schlimme Schicksale, von jung bis alt. Alle sind möglicherweise mal davon betroffen, dass sie nicht mehr zahlen können. Gibt es da so Beispiele, wo du sagen könntest, das hat mich besonders beeindruckt oder das hat mich auch so betroffen, dass ich den Wunsch hatte, auch helfen zu wollen.
SP: Ja, absolut. Da gab es immer wieder diese ganzen Einzelschicksale, wo man gemerkt hat, überschuldet zu sein heißt mehr als nicht wissen, mit Geld umzugehen, sondern das dann ganz auf die strukturellen Themen. Also der Dachdecker, der erkrankt und dann seinen Job nicht mehr ausüben kann. Oder Alleinerziehende, die davon betroffen sind, dass die Hälfte bzw. 3/4 der Menschen den Unterhalt nicht oder nicht in voller Höhe bekommen. Fast 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen und die jonglieren im Alltag sehr und haben teilweise gar nicht so richtige Chance, auf einen grünen Zweig zu kommen, weil da kommt einmal eine Nachzahlung von irgendwas und zack wird es im Portemonnaie wieder eng. Gleichzeitig auch immer wieder zu sehen, wenn jemand erwerbslos wird und aber in einem Job war, in dem auch einfach nicht gut bezahlt wird. Wir alle kennen diese prekären Beschäftigungsverhältnisse, das heißt, wo gerade vielleicht kurz über Niedriglohn gezahlt wird, wenn überhaupt. Wenn dann der Job verloren geht und man gar nicht die Möglichkeit hat, sich einen Notgroschen anzusparen, dann kann man ganz schnell in eine finanzielle Schieflage geraten. Ich habe dann irgendwann festgestellt, dass insbesondere junge Erwachsene echt immer sehr herausgefordert sind, weil, wenn da Arbeitslosigkeit zusammenkommt, sie vielleicht noch bei ihren Eltern wohnen, nicht ausziehen dürfen, gleichzeitig aber Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt haben und auch nur befristete Beschäftigung bekommen. Immer wieder habe ich mich gefragt: Wie kommt denn das eigentlich? Und so war der Start meiner Doktorarbeit damals.
SR: Ja, das ist ein sehr interessantes Thema. Ich weiß nur genau: Die Situation für Senioren ist besonders schwierig, wenn sie aus irgendwelchen Gründen keine Möglichkeiten haben, über den Monat zu kommen, dann der Vermieter auf einmal denen auf die Füße tritt und die wirklich existenziell Angst haben, darum, ihre Wohnung zu verlieren. Wir wissen das nur aus unserer Beratung, dass Senioren wenig Möglichkeiten haben, aus dieser Situation herauszukommen. Die können nicht wieder jobben gehen oder anders Geld dazu verdienen und sie sind dem ziemlich ausgeliefert.
07:09 Junge Erwachsene und finanzielle Überforderung: Fehlendes Wissen, Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung
SR: Ich stelle mir aber tatsächlich vor, dass das für junge Leute ähnlich ist, weil sie möglicherweise gar keinen Ausbildungsplatz haben, abhängig von Familien oder auch vom Wohlwollen der Familie sind, dass sie da nicht rausfliegen zu Hause. Auf der anderen Seite gibt es ganz viel sozialen Druck von allen Seiten, also was man alles haben muss, was man alles kaufen muss, was man mitbringen muss. Ich glaube, das ist ganz schwer für junge Leute, da den richtigen Weg zu finden. Da rutscht man dann auch schnell mal ab, oder?
SP: Ja, das kann ganz schnell gehen. Wenn ich meinen Job zum Beispiel verliere und der Job nicht so gut bezahlt. Das heißt, ich arbeite gerade über Niedriglohn, konnte ich vielleicht auch gar nicht gut sparen. Dann hat man nicht nur den Druck von was muss ich mir alles kaufen können, sondern auch was muss ich alles wissen. Also die Gesellschaft setzt auch sehr viel voraus, was junge Erwachsene vielleicht alles schon wissen müssen, aber haben vielleicht gar nicht die Möglichkeit, dieses Wissen überhaupt zu erlangen. Wenn dann noch die Lebenslage so ist, das heißt wenig Einkommen, ist es auch schwierig, da wieder rauszukommen.
SR: Du hast ja nun viel Kontakt gehabt mit diesen jungen Menschen, auch im Rahmen dieser Doktorarbeit. Hast ja mit vielen gesprochen, nehme ich mal an. Was würdest du denen raten? Also nur zur Schuldnerberatung zu geben: Wenn du sagst, da fehlt an vielen Stellen die Information, die Orientierung aus deiner Erfahrung heraus, was würdest du da noch dir wünschen, was man vielleicht denen anbieten müsste?
SP: Ich glaube, wichtig wäre einfach ein unterstützendes, lebensnahes Angebot. Wir haben Sozialverbände auch immer wieder Quartierszentren gefordert. Das heißt, auch wenn da mal eine Rechnung ist, die ich vielleicht nicht verstehe, dass ich gleich dahin zum Sozialarbeiter gehen und nachfragen kann, weil die Schuldnerberatung für viele Menschen noch zu hochschwellig ist. Leider gibt es auch da begrenzte Kapazitäten und es gibt in der Regel Wartezeiten. Manchmal habe ich einfach ein Problem und brauche direkte, niedrigschwellige Hilfe. In dem Moment oder zumindest in der Woche und zeitnah.
SR: Ab wann sollten die Alarmglocken eigentlich angehen? Also wenn ich jetzt selber immer nur im Dispo bin, ganzen Monat da gar nicht mehr rauskomme? Oder wann ist so der Zeitpunkt gerade für junge Leute möglicherweise gekommen zu sagen, okay, ich muss jetzt mal irgendwie mal jemanden fragen.
SP: Du sprichst schon guten Punkt an, wenn ich immer wieder im Dispo lande, ist das schon mal das erste Alarmzeichen. Das sollte eigentlich nicht so sein. Wenn das mal einmal im Jahr passiert, weil sich was überschnitten hat, okay, aber nicht immer wieder im Dispo bin oder immer mal wieder Rechnungen kommen, die ich nicht bezahlen kann, sollte ich schon mal losgehen und gucken, ob mich dabei jemand unterstützen kann.
SR: Beratung gibt es in jedem Bezirk oder im Internet oder was empfiehlst du jetzt jungen Leuten gerade? Das kostet ja möglicherweise auch Geld, denke ich mal.
SP: Wenn ich nicht so viel Einkommen habe, ist die Schuldnerberatung tatsächlich kostenlos. Es gibt von der Stadt Hamburg auch eine Seite, wo das nochmal steht. In jedem Bezirk gibt es mittlerweile eigentlich eine Schuldnerberatung. Jede Schuldnerberatung bietet auch wöchentlich eine offene Sprechstunde an, wo ich mich telefonisch oder persönlich hinwenden kann und einfach mal erfragen kann, welche Unterstützung es gibt.
SR: Das ist ein super Tipp. Ich glaube, das hilft schon vielen weiter. Vielleicht kann man das ja auch weitergeben, wenn man jetzt nicht direkt betroffen ist. Aber es gibt glaube ich gerade bei jungen Leuten großen Bedarf dazu.
10:00 Neue Schwerpunkte im SoVD Hamburg: Gleichstellung, Familienpolitik und Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Du bist ein Mensch, so wie ich dich einschätze, der gerne anderen helfen möchte. Jetzt als neue Vorständin, hier bei uns im SoVD-Landesverband Hamburg hast du eine große Aufgabe, muss in große Fußstapfen treten, denn Klaus Wicher hat 15 Jahre den Verband nach vorne gebracht, noch mal deutlich präsenter gemacht in der Öffentlichkeit. Wir werden an vielen Stellen gefragt. Wir sind in vielen Bündnissen drin. Unsere Expertise ist in der Stadtgesellschaft wichtig. Du musst wahrscheinlich auch für dich neue Schwerpunkte setzen. Das ist, glaube ich, auch eine große Herausforderung. Was hast du dir jetzt vorgenommen für die kommende Zeit?
SP: Ich habe mir vorgenommen, den Sozialverband kennenzulernen. Ich habe jetzt zum ersten Juli angefangen. Jetzt geht es erstmal darum, die Menschen kennenzulernen, aber auch die Themen. Du hast schon angesprochen: Ich trete in sehr große Fußstapfen. Das ist natürlich eine große Ehre, aber gleichzeitig auch eine große Herausforderung, das gut zu machen und in die Themen einzufinden, gleichzeitig aber auch zu gucken, welche eigenen Themen ich da einbringen kann. Gerade Themen wie Gleichstellung und Familienpolitik sind natürlich Themen, wo ich die letzten Jahre auch so gearbeitet habe und wo ich glaube ich auch den Sozialverband vielleicht noch mal gut weiterentwickeln kann in die Richtung. Da werden sich auf jeden Fall mit der Zeit noch viel mehr Themen schaffen. Jetzt geht es aber erstmal darum, die Kollegen kennenzulernen, der Sozialberatung zuzuhören, zu hören, was wir schon so für Aktivitäten machen und dann mit der Zeit zu gucken, wo wollen wir uns eigentlich weiter entwickeln und welche neuen Themen gibt es auch in Hamburg? Gerade mit Blick auf die aktuelle Entwicklung im Sozialstaat gehen uns ja die Themen leider auch so schnell nicht aus.
SR: Nein, keineswegs. Da werden wir wahrscheinlich noch in zehn Jahren hier sitzen und immer noch drüber reden können. Das ist, glaube ich, nicht die Schwierigkeit. Hast du so ein besonderes Steckenpferd oder gibt es irgendetwas, was dir ganz besonders am Herzen liegt? Ich höre schon so Familie, Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche. Gibt es da so eine Richtung, einen bestimmten Fokus, der dir wichtig ist?
SP: Das sind eine Menge Themen, die sich auch mit der Zeit ergeben. Jetzt gerade haben wir im Sozialverband auch was zum Thema von Vereinbarkeit von Beruf und Familie gemacht und das ist, glaube ich, auch ein wichtiges Thema, das immer wieder auf die Agenda zu heben und noch mal darauf hinzuweisen. Auch Arbeitgeber haben da natürlich einen Auftrag, aber auch zu gucken, wie sind Kitas ausgestattet? Ist es Eltern möglich, Beruf und Familie zu verbinden? Es kann auch nicht sein, dass man mal die politische Forderung hört, alle sollen bitte Vollzeit arbeiten. Dann wird es aber gar nicht möglich gemacht, weil Personalmangel und ständig früheres Abholen nötig ist. So ist es auch einfach nicht gut möglich, eine Vollzeit arbeiten oder zumindest eine gute Erwerbstätigkeit ausüben zu können und das mit der Kinderbetreuung verbinden zu können.
SR: Ja, das finde ich auch ganz wichtig. Ich habe auch Kinder und für mich war es ziemlich schwierig, den Beruf wieder aufzunehmen, nachdem meine Kinder ein bisschen größer waren. Auf der einen Seite wollen wir Emanzipation und Gleichberechtigung, aber auf der anderen Seite wollen wir nicht so viel dafür tun und Frauen müssen das irgendwie hinkriegen. Deswegen ist Hamburg auch die Single Hauptstadt. Deutschlandweit gehen die Geburtenzahlen zurück und das hat sehr viel damit zu tun, dass Berufe eben wichtig sind, auch für Frauen. Die machen alle eine Ausbildung, Studium und sie wollen natürlich auch sich verwirklichen, auch beruflich, aber auch Familie haben. Dann müssen sie sich immer noch zu oft entscheiden für das eine oder das andere.
SP: Genau. Es wird zu oft noch die Last auf den Frauen abgeladen. Aber gleichzeitig muss man sagen, es gehört auch dazu eine partnerschaftliche Verteilung und da müssen teilweise auch die Rahmenbedingungen stimmen, was gleiches Gehalt angeht, damit man da überhaupt eine freie Entscheidung treffen kann. Da gehen uns auf jeden Fall die Themen nicht aus, würde ich sagen.
SR: Das glaube ich auch und ich denke, wir werden da in Zukunft viel darüber reden. Der Sozialverband erweitert sein Portfolio an der Stelle sozusagen, die Problematiken von Rentnern und Menschen, die im Alter von Altersarmut betroffen sind. Diese ganzen Problematiken stehen bei uns ja schon immer im Fokus. Ich finde es sehr gut, dass dann auch jetzt die Fragestellung, die jüngeren Menschen haben, dass wir das mit dir mehr in den Vordergrund stellen können. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Dr. Sally Peters, vielen Dank für das Gespräch und ich freue mich auf unsere kommenden Gäste, die wir gemeinsam begrüßen werden. Vielen Dank.
SP: Vielen Dank, Susanne. Ich freue mich.
SR: Das war “Sozial? Geht immer!” – Der Podcast des SoVD Hamburg. Abonnieren Sie uns auf den gängigen Plattformen und wenn es Ihnen gefallen hat, geben Sie uns dort gerne eine gute Bewertung ab. Oder Sie schicken uns Ihr Feedback an info@sovd-hh.de. Wir freuen uns, wenn Sie auch das nächste Mal wieder reinhören. Bis dahin halten wir Sie auf unseren Social-Media-Kanälen auf dem Laufenden oder besuchen Sie unsere Webseite sovd-hh.de.











