Viele Eltern bewerten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kritisch. Das ergab eine vom Sozialverband SoVD beauftragte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Darin hatte der SoVD gefragt, wie gut sich Familie und Beruf in Deutschland derzeit vereinbaren lassen.
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Familie und Beruf – Vereinbarkeit ist Herausforderung in Hamburg

In Hamburg sind 32,7 Prozent der Befragten zufrieden sind mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 42,3 Prozent widersprechen dem aber. Hier besteht ganz offenbar ein großer Bedarf, der bisher ignoriert wurde.
“Peters sieht in den Hamburger Zahlen klare Anzeichen dafür, dass vor allem Frauen benachteiligt sind: „Gerade Frauen arbeiten oft im Schichtdienst, in Teilzeit oder in Minijobs arbeiten. Sie brauchen auch am Nachmittag flexible Betreuungszeiten in Kita und Schule, um so arbeiten zu können, wie es der Job erfordert“. Nur rund 34 Prozent halten das außerschulische Betreuungsangebot für ausreichend, während fast die Hälfte der Befragten (49,2 Prozent) mehr Bedarf hätte: „Vor allem Alleinerziehende und Frauen, die nicht den Großteil des Familieneinkommens erwirtschaften, sind betroffen. Dies bedeutet auch Nachteile im Alter, denn eine unterbrochene Berufsbiografie spiegelt sich später in der Höhe der Rente wider“, warnt Peters.
Die Hamburger SoVD-Landesvorständin ist sich sicher, dass sich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen lässt, wenn in Hamburg nicht Kitas schließen müssten, sondern den sich ändernden Anforderungen angepasst würden: „Familienfreundlichkeit sollten wir nicht nur vom Arbeitgeber einfordern, sondern auch von Kitas und Schulen! Dazu gehören verlässliche Öffnungszeiten, die zu Arbeitszeiten passen!"
Jede zweite Frau in Hamburg sei unzufrieden mit der Situation: „Solange Sorgearbeit und berufliche Nachteile weiterhin überwiegend Frauen treffen, kann von echter Gleichstellung keine Rede sein.“ Grundsätzlich bedürfe es einer besseren Verzahnung: „Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen könnten Arbeitgeber:innen berufstätige Frauen entlasten. Aber nicht nur Arbeitgeber:innen sollten Eltern aktiv dabei unterstützen, Erziehungszeiten gerecht zu verteilen. Auch die Stadt Hamburg muss flexibler agieren, Eltern besser entlasten und Betreuungsangebote verbessern. Wenn die Sorgearbeit gerecht verteilt wird, haben mehr Frauen eine Chance auf eine gute Arbeit – und auf eine Familie!“.
Detaillierte Ergebnisse und unsere Forderungen finden Sie HIER.
Hinweis zur Methodik: Civey hat für den SoVD vom 18.06. bis 06.07.2026 online 2.000 Erwerbstätige Eltern von Kindern bis 18 Jahren im Haushalt befragt. Die Ergebnisse auf Ebene der Bundesländer sind repräsentativ auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume. Der statistische Fehler auf Ebene der Bundesländer liegt bei 4,1 - 4,2 Prozentpunkten. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier (https://civey.com/ueber-civey/unsere-methode).
Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.
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Pressesprecherin SoVD Hamburg
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