Der Hamburger SoVD appelliert an den Senat, die geplanten Einsparungen bei Hamburger Parks und Grünflächen, zu überdenken: „Von Jung bis Alt – es würde vor allem die Hamburger:innen treffen, die mitten in der Stadt und auf engem Raum wohnen. Wer an den Grünflächen spart, trifft die Ärmsten – und setzt damit auch ein Zeichen gegen dringend notwendige Maßnahmen für mehr Klima- und Hitzeschutz. Hamburg muss sich das Stadtgrün weiterhin leisten“, fordert Dr. Sally Peters, Vorständin des SoVD in Hamburg.
Wohnen am Stadtrand und im Grünen – das ist für viele Menschen in der Stadt ein unbezahlbarer Traum. „Grünflächen sind deshalb immens wichtig in den Quartieren. Sie bieten ein hohes Maß an sozialem Miteinander, ohne dass man dafür Geld ausgeben muss. Spielplätze, Sitzbänke, Brunnen machen sie zu Begegnungsorten für Jung und Alt.“ Schattiges Grün mitten in der Stadt seien Angebote, die sich weder kinderreiche Familien, noch die Alleinerziehenden oder auch die Senior:innen mit kleiner Rente leisten könnten.
Peters appelliert an den Senat, diesen Plan zu überdenken: „Wir verstehen, dass die Stadt sparen muss. Aber an dieser Stelle würde es ausschließlich auf Kosten derjenigen gehen, deren Leben schon hart genug ist, weil es von Armut geprägt ist.“ Die Folgen wären nachhaltig: „Wenn der Spielplatz geschlossen wird und die Parkbank verschwindet, bedeutet das auch den Abbau von sozialer Teilhabe!“.
Die Einsparungen, die ab 2029 greifen sollen passten zudem nicht zu den Klimaschutzvorgaben, die Hamburg bis 2040 umsetzen muss: „Klima- und Hitzeschutz in der Stadt ist ohne ausreichenden Baumbestand nicht umsetzbar. Wenn dessen Erhalt dann ebenfalls nicht mehr finanziert werden soll, wird es schwer, diese Menschen in Zukunft vor den Auswirkungen des Klimawandels angemessen zu schützen. Und Schutz brauchen vor allem die, die sich nicht selbst helfen können, weil ihnen schlicht und einfach die Mittel fehlen!“
