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Hitze­schutz ist auch eine soziale Frage

Angesichts der zweiten großen Hitzewelle dieses Sommers fordert die Hamburger SoVD Landesvorständin Dr. Sally Peters, mehr Wärmeschutz in die Quartiere zu bringen: „Vor allem dorthin, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. In den zentralen Wohnquartieren, liegen die Temperaturen bei extremen Sommerwetterlagen nachweislich höher als in den Randgebieten der Stadt. In Hamburg müssen deshalb zuerst diese Wohnviertel an die steigenden Temperaturen angepasst werden.“

Sich gut vor der steigenden Zahl von Tagen über 30 Grad zu schützen, habe für jede:n Einzelnen auch mit den finanziellen Möglichkeiten zu tun: „Wer nur ein kleines Einkommen hat, kann sich das Wohnen im Grünen nicht leisten, sondern lebt oft mitten in der Stadt und in Wohnungen, die sich im Sommer sehr stark aufladen. Die wenigsten können sich dann eine Klimaanlage leisten“, so Peters. 

Sie fordert vom Senat, zuerst die Wohnquartiere schneller an den Klimawandel und steigende Temperaturen anzupassen: „Ein gutes Beispiel ist der Osdorfer Born. Dort zeigt sich, wie Hitzeschutz und eine höhere Aufenthaltsqualität gemeinsam gedacht werden können.“ Dort plant die Stadt im kommenden Jahr einen großen Umbau: Das Gelände des Bürgerhauses wird komplett entsiegelt, die Fassaden werden begrünt, es gibt mehr Begegnungsflächen und auch ein Wasserspiel wird gebaut: „Mehr von solchen großen Grünflächen müssen auch in Steilshoop, Mümmelmannsberg oder Billstedt entstehen.“ 

Die begonnenen Maßnahmen zum Hitzeschutz sollten jetzt konsequent ausgeweitet werden, insbesondere in dicht besiedelten Quartieren. Gleichzeitig bietet sich die Chance, Quartiere neu zu gestalten und sie langfristig lebenswerter und klimaresilienter zu machen. Dazu gehören weniger versiegelte Flächen, mehr Parks, mehr Fassadenbegrünung, eine angepasste Bauweise und vor allem mehr Trinkbrunnen für die ganze Stadt!

Dr. Sally Peters, Vorständin SoVD Hamburg

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 44545693
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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