Peters bedauert das Auslaufen des Familiensiegels außerordentlich: „Auch für den SoVD steht familienfreundliches Arbeiten im Vordergrund. Darum war es mir wichtig, uns von der Hamburger Allianz für Familien zertifizieren zu lassen. Umso überraschender war die Nachricht aus der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, dass dies nicht mehr möglich ist.“
Bisher habe das Familiensiegel kleinen und mittleren Unternehmen dabei geholfen, Arbeit familienfreundlicher zu gestalten und die Anforderungen an die Eltern mit denen des Unternehmens zu vereinbaren. Für Beschäftigte und Bewerber:innen sei das Familiensiegel ein erster Anhaltspunkt gewesen, welchen Stellenwert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Unternehmen haben. Dies sei vor allem für Frauen ausschlaggebend, die sonst oft beruflich das Nachsehen hätten: „Aus meiner Sicht besteht leider weiterhin die Notwendigkeit, Familienfreundlichkeit und Eltern aktiv dabei zu unterstützen, Kindererziehung und die Anforderungen am Arbeitsplatz so zu koordinieren, dass dies nicht allein zulasten der Väter und Mütter geht. Gerade weil diese Herausforderungen nicht kleiner werden und es große Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt gibt, brauchen Hamburgs Unternehmen weiterhin entsprechende Impulse und Anreize.“
Die Begründung für das Aus des Siegels ist für Peters nicht nachvollziehbar. Die Hamburger Allianz ist der Meinung, dass die seinerzeit gesteckten Ziele weitgehend erreicht seien und davon ausgegangen werden kann, dass die Hamburger Unternehmen und Betriebe Familienfreundlichkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie künftig eigenständig weiterverfolgen werden: „Dies ist aber aus meiner Perspektive nicht ausreichend. Insofern halte ich es für fatal, dass das Familiensiegel verschwindet. Ich befürchte, dass Familienfreundlichkeit in den Hamburger Unternehmen in Zukunft wieder kleingeschrieben wird. Dieses Siegel muss bleiben!“