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SoVD-Sozialtipp: Selbstbestimmt bis zuletzt

Palliativversorgung zu Hause

Auf dem Bild sieht man eine Nahaufnahme von zwei Händen, die sich halten. Eine Hand gehört zu einer älteren Person, die in einem Rollstuhl sitzt und ein gestreiftes Hemd trägt. Die andere Hand gehört zu einer jüngeren Person, die Pflege leistet. Im Hintergrund ist das Gesicht der älteren Person leicht unscharf zu erkennen, sie scheint zu lächeln.

Die meisten Menschen wünschen sich, ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung zu verbringen – umgeben von Angehörigen und geliebten Menschen. Dennoch endet für viele Schwerstkranke ein gesundheitlicher Notfall mit einer Einweisung ins Krankenhaus, obwohl dies häufig weder gewünscht noch medizinisch notwendig ist. 

Mit dem neuen Hamburger Pilotprojekt „NotfallPalli“, das im Mai 2026 gestartet ist, soll sich das ändern. Speziell qualifizierte Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachkräfte kommen in palliativen Notfallsituationen direkt zu den Betroffenen nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung. So sollen unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden und ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben bis zuletzt im gewohnten Umfeld ermöglicht werden.

Der SoVD Hamburg begrüßt dieses Angebot ausdrücklich. „Gerade für ältere und schwerstkranke Menschen bedeutet eine Krankenhauseinweisung oft zusätzlichen Stress und hohe emotionale Belastungen“, weiß Klaus Wicher, Vorsitzender des Sozialverband SoVD Hamburg. „Eine gute palliative Versorgung vor Ort kann Angehörige entlasten, Ängste abbauen und die Lebensqualität in der letzten Lebensphase verbessern.“

Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig mit Angehörigen und Hausarzt oder Hausärztin über Wünsche für den Fall einer schweren Erkrankung in der letzten Lebensphase zu sprechen. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht helfen dabei, den eigenen Willen festzuhalten und in Notfallsituationen durchzusetzen. Mitglieder des SoVD Hamburg können über die Online-Sozialberatung SoVDigital ihre rechtsgültige Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht erstellen.

Wer sich zudem rechtzeitig über Angebote ambulanter Palliativ- und Hospizangebote in der Nähe informiert, ist für den Fall der Fälle gewappnet. Dazu zählen zum Beispiel ambulante Hospizdienste oder die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) für ärztliche und pflegerische Begleitung unheilbar kranker Menschen im häuslichen Umfeld.   

Die Website der Koordinierungsstelle Hospiz und Palliativarbeit Hamburg (koordinierungsstelle-hospiz.de) informiert über Versorgungsstrukturen, der Hospiz- und Palliativ Wegweiser der Stadt Hamburg bündelt alle Informationen als PDF: www.hamburg.de/resource/blob/47254/66a7d41977ca3cfa5580e2aa3dbead3a/hospiz-und-palliativwegweiser-data.pdf

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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