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Armutsgipfel 2026: Arbeit neu denken – Verteilungsgerechtigkeit herstellen

Der SoVD Hamburg, Mieterverein zu Hamburg, DGB Hamburg, Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg und Diakonie Hamburg laden ein

Eine Frau und ein Kind sitzen auf dem Gehweg vor einem Haus auf einem Stück Pappe. Beide essen etwas. Die Frau hat dunkles Haar, das zu einem lockeren Knoten gebunden ist, und trägt ein ärmelloses Oberteil und eine Hose. Das Kind hat helles Haar mit Pony und trägt ein T-Shirt und eine Hose. Vor ihnen steht ein Teller mit weiterem Essen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei erreichbar.
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Hamburger Armutsgipfel 2026: Einladung und Programm 
Hamburger Armutsgipfel: Website


Einladung

Hamburg ist eine wohlhabende Stadt – und dennoch erleben viele Menschen Armut, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, soziale Unsicherheit und fehlende Teilhabe. Die Armutsgefährdungsquote liegt in Hamburg mit 19,5 % im bundesweiten Vergleich auf hohem Niveau. Somit ist jede:r fünfte Hamburger:in durch Armut gefährdet. Bei den 18- bis 25-Jährigen ist sogar jede dritte Person betroffen. Geringe Löhne und prekäre Beschäftigung, hohe Mieten und Lebenshaltungskosten, fehlende Bildungsteilhabe sowie ein eingeschränkter Zugang zu sozialen Sicherungssystemen wie Pflege und Gesundheitsversorgung sind zentrale Gründe, die das Risiko, in Armut zu leben, massiv erhöhen.

Auf der anderen Seite ist Hamburg eine der vermögendsten Städte Europas und beheimatet superreiche Familien- und Firmendynastien, die die Stadt maßgeblich prägen. Zugleich erlebt die Stadt, dass das vererbte Vermögen einen Höchststand erreicht und es immer mehr Einkommensmillionäre gibt.

Wie hängen Armut und Reichtum in Hamburg zusammen und aus welchen Gründen geht die Verteilungsschere immer weiter auseinander? Müssen Arbeit, Soziales, Bildung und Wohnen neu gedacht werden, damit ein gutes und sicheres Leben ermöglicht wird?

Die Verringerung und Bekämpfung der Armut und mehr Verteilungsgerechtigkeit sind zentrale Ziele eines Hamburgs als offene Stadt mit Willkommenskultur, die sich auch in Zukunft durch gesellschaftlichen Zusammenhalt und Resilienz gegenüber populistischen Strukturen auszeichnet. Wie dies gelingen kann und welche Grundlagen wir angehen müssen, das möchten wir gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Praxis vor dem Hintergrund einer auseinanderdriftenden Einkommens- und Vermögensschere diskutieren und Lösungswege für eine gerechte Stadtentwicklung und ein Hamburg für alle erörtern.

Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und sich einzubringen.

Programm

Moderation: Lara Schulschenk

Begrüßung

  • Kristin Alheit | Geschäftsführende Vorständin, Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg
  • Dr. Rolf Bosse | Geschäftsführer und Vorsitzender, Mieterverein zu Hamburg
  • Tanja Chawla | Vorsitzende und Geschäftsführerin, DGB Hamburg
  • Dr. Sally Peters | Vorständin, Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg
  • Annika Woydack | Vorstandsvorsitzende, Diakonie Hamburg

Keynote

  • Solidarische Politik: Schritte zu mehr Verteilungsgerechtigkeit in der Arbeitswelt
    Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja | Professorin für Soziologie mit den Schwerpunkten Arbeit,Unternehmen und Wirtschaft, Georg-August-Universität Göttingen

Pause

Fachforen: 5 parallele Arbeitsgruppen mit fachlichem Input und Diskussion

  • Forum 1: Mitarbeiterwohnungen: Wie Unternehmen beim Wohnen und gegen den Fachkräftemangel helfen können
    Impuls: Dr. Rolf Bosse | Geschäftsführer und Vorsitzender, Mieterverein zu Hamburg
  • Forum 2: Liefern, Servieren, Überleben: Armut trotz Erwerbsarbeit
    Impuls: Anne Widder | Geschäftsführerin der Gewerkschaft Nahrung – Genuss – Gaststätten
  • Forum 3: Reformen für wen? Was die Sozialstaatspläne für Menschen mit wenig Geld bedeuten
    Impuls: Dr. Jonas Pieper | Leiter des politischen Verbindungsbüros beim PARITÄTISCHEN Gesamtverband
  • Forum 4: Recht haben reicht nicht – Zugang zu sozialen Rechten in Hamburg
    Impuls: Gwendolyn Stilling | GKS Consult – Gesellschaft für Kommunikation und Soziales
  • Forum 5: Ungleichheit macht arm – auch die Gesellschaft
    Impuls: Prof. Dr. Arne Heise | Professor für Volkswirtschaftslehre der Universität Hamburg, Schwerpunkt Finanzwissenschaft und Public Governance

Pause und Möglichkeit zur Besichtigung der Ergebnisse der Fachforen

Podiumsdiskussion: Wie bekämpfen wir die Armut in Hamburg? Ein Strategiegespräch

  • Senator Dr. Andreas Dressel | Senator der Behörde für Finanzen und Bezirke
  • Kristin Alheit | Federführende Vorständin der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg
  • Sönke Fock | Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit Hamburg
  • Michael Thomas Fröhlich | Hauptgeschäftsführer des Unternehmensverbands Nord
  • Sandra Goldschmidt | Landesbezirksleiterin ver.di Hamburg

Veranstaltende Organisationen


Termine

Mittwoch, 18. November, 14:00 bis 18:00 Uhr

Musiksaal im Gewerkschaftshaus

Besenbinderhof 57A
22097 Hamburg
SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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