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„Wohnungs­not wird uns noch viele Jahre be­gleiten“

Soziales sichern – jetzt handeln!

Das Bild zeigt eine städtische Wohngegend mit modernen Mehrfamilienhäusern. Die Gebäude haben eine helle Fassade, wobei eines der Häuser durch orangefarbene Akzente hervorsticht. Die Fenster sind gleichmäßig angeordnet und einige Balkone sind zu sehen.

10.000 neue Wohnungen pro Jahr bis 2030 – Klaus Wicher bezweifelt stark, dass dies in Hamburg umsetzbar sein wird. Der SoVD-Landesvorsitzender begrüßt das erneuerte Bündnis für Wohnen, kritisiert aber auch die Zugeständnisse der Stadt: „Nach acht Jahren werden Teile des Erbbaurechts aufgeweicht, hier muss Hamburg sehr genau hinschauen, an wen sie solche Flächen vergibt. Ebenso unabdingbar ist, dass auch in Zukunft der Drittelmix und damit der soziale Wohnungsbau nicht unter den Tisch fällt!“

Rund 6.000 Wohnungen sind in Hamburg in den vergangenen beiden Jahren genehmigt worden. Allerdings sagt das nichts aus über die Zahl der Einheiten, die tatsächlich auch fertiggestellt wurden und den Anteil an Sozialwohnungen. Diese lag 2023 bei knapp 6.000 neuen Wohnungen, davon 2.155 Sozialwohnungen. 2024 waren es etwas mehr als 8.300, allerdings davon nur 2.161 im sozialen Wohnungsbau. „Das ist nicht einmal ein Drittel“, sagt Wicher. „So wie ich das sehe, wird uns die Not noch lange begleiten und der Drittelmix nicht ausreichen!“ 

Trotz Inflation, nach wie vor hohen Zinsen und Kosten für das Material, ist es für den SoVD-Landesvorsitzendenden zwingend, genügend Sozialwohnungen zu bauen. Wicher: „Ich setze da auch auf den Hamburg Standard, der das Bauen günstiger machen soll.“

Dass die Stadt der Wohnungswirtschaft in Bezug auf das Erbbaurecht neue Zugeständnisse macht, sieht Wicher sehr kritisch: „Bauen in Erbpacht ermöglicht vor allem Familien mit kleineren Einkommen die Chance auf eigenen Wohnraum. Dass nun bei größeren Projekten vorgesehen ist, dass bis zu 35 Prozent der Flächen verkauft werden dürfen, sehe ich mit Besorgnis. Hier hat die Stadt zugunsten der Wohnungswirtschaft entschieden. Ob das denjenigen hilft, die am meisten auf günstiges Wohnen angewiesen sind, das werden wir erst noch sehen!“

Wicher plädiert für Verbindlichkeit: „Bauherren, die von den verschlankten Bauvorschriften und dem niedrigeren Baustandard profitieren, sollten etwas zurückgeben und neue Wohnungen, zumindest für eine gewisse Zeit, zum günstigen Preis vermieten.“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Nicola Timpe
Stv. Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 23236756
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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