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News & Service

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Wohnen und Preissteigerung in Hamburg

Kolumne von Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landes­vorsitzender

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitglieder,

wer mit offenen Augen durch Hamburg geht, merkt schnell: Unsere Stadt bietet viele Möglichkeiten und funktioniert insgesamt gut – aber nicht für alle gleichermaßen. Viele Menschen stoßen im Alltag auf Hürden, die vermeidbar wären. Noch immer gibt es viel zu wenig barrierefreie Wohnungen in unserer Stadt. Für Menschen mit Behinderung, Ältere oder Familien mit Pflegebedarf wird die Suche nach geeignetem Wohnraum so schnell zur unüberwindbaren Hürde. Für mich ist ganz klar: Wenn Hamburg nicht darauf reagiert, werden im Jahr 2035 mindestens 70.000 barrierefreie Wohnungen fehlen. Das wird nur mit konstruktiver Planung zu verhindern sein.

Eine weitere Herausforderung bedeuten die Folgen internationaler Krisen: Steigende Preise treffen besonders die Ärmsten hart. Hier muss die Stadt ebenso entschlossen gegensteuern. Und bei der Hilfe für obdachlose Menschen gilt: Die Stadt muss genauer hinsehen, damit Unterstützung wirklich dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Enttäuschend ist, dass sich Hamburg in Sachen Trinkbrunnen weiterhin kaum bewegt. Dabei sind diese kostenfreien Zugänge zu Trinkwasser lebensnotwendig für obdachlose Menschen – vor allem, wenn die Temperaturen steigen.

Eine Stadt mit vielen Möglichkeiten muss auch dafür sorgen, dass alle Menschen sie tatsächlich nutzen können. Und damit Hürden verschwinden, braucht es entschlossenes politisches Handeln – genau dafür setzen wir uns als SoVD Hamburg ein.

Ihr Klaus Wicher
Landesvorsitzender

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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