Vor den hohen Energiepreisen können sich gerade die Ärmsten in der Stadt am wenigsten schützen. „Die Stadt sollte Menschen mit kleinen Einkommen dabei helfen, die steigenden Belastungen, zumindest zu einem Teil, zu kompensieren. Schon jetzt sind die Preise für Benzin und Diesel auf einem hohen Niveau, trotz Tankrabatt. Das ist nicht nur für kleine Handwerker, Selbstständige und Berufspendler:innen ein Kostenfaktor, der immer mehr vom Einkommen frisst“, so Klaus Wicher, Vorsitzender Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V., weiter.
Vor allem Arbeitnehmende mit kleinem Gehalt müssten immer genauer aufs Geld schauen: „Ob steigende Mieten oder höhere Lebensmittelpreise – das Leben in einer Großstadt wie Hamburg wird insgesamt immer teuer. Wer kann, vor allem Familien, zieht dann lieber in die Metropolregion und pendelt zum Arbeiten in die Stadt. Ich denke, dass viele froh sind über den Tankrabatt, denn er kompensierte ganz real die steigenden Preise. Hier sollte der Senat den Hamburger:innen signalisieren, dass er diese Probleme sieht und eigene Mittel bereitstellen, um die Menschen zumindest ein bisschen zu entlasten.“
Der Senat hätte hier die Chance, konstruktiv auf die Bürger:innen zuzugehen. Wicher appelliert: „Nach der gescheiterten Bewerbung für Olympia, könnte Hamburg Boden gutmachen. Der Senat könnte verlorene Sympathien zurückgewinnen, indem er für diejenigen, die es am nötigsten haben, die hohen Preise beim Tanken mit einem eigenen Beitrag kompensiert. Ganz grundsätzlich sollte die Stadt diejenigen, die arbeiten und wenig verdienen, bei den Ausgaben für Energie unterstützen.“
