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Patient:innen in den Mittelpunkt

Neues SoVD-Konzept für eine ge­rechte Primär­ver­sorgung

Auf dem Bild sieht man zwei Personen in einem medizinischen Umfeld. Eine Person trägt einen weißen Arztkittel und ein Stethoskop um den Hals. Sie hält eine Broschüre in der Hand und erklärt etwas der anderen Person, die aufmerksam zuhört. Die zweite Person hat graue Haare und trägt eine hellblaue Jacke. Im Hintergrund sind unscharfe medizinische Poster und Pflanzen zu sehen.

SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier: „Das Versorgungssystem muss einfacher, gerechter und verlässlicher werden.“

Deutschland braucht eine Primärversorgung, die Menschen Orientierung gibt, Barrieren abbaut und den Zugang zur medizinischen Versorgung verbessert – statt immer neue Hürden zu schaffen. Mit dem heute veröffentlichten SoVD-Forderungspapier „Primärversorgung neu gestalten“ liegt ein Konzept vor, das den Menschen konsequent in den Mittelpunkt der Gesundheitsversorgung stellt. Der SoVD versteht Primärversorgung als Grundlage einer gerechten und modernen Gesundheitsversorgung. Im Mittelpunkt stehen daher ein einfacher, wohnortnaher und barrierefreier Zugang, eine bessere Orientierung im Gesundheitssystem sowie eine verlässliche Koordination der Versorgung. Statt Patientinnen und Patienten stärker zu steuern, sollen strukturelle Barrieren abgebaut und gesundheitliche Chancengleichheit gestärkt werden.

Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier betont: „Nicht die Patientinnen und Patienten müssen besser gesteuert werden – das Versorgungssystem muss einfacher, gerechter und verlässlicher werden. Primärversorgung bedeutet Orientierung statt Hürden, Unterstützung statt Steuerung, Zusammenarbeit statt Versorgungslücken und Zugang statt Ausgrenzung.“ Kern des Konzepts ist ein Primärversorgungssystem mit mehreren Zugangswegen: Hausärztliche Versorgung, interprofessionelle Teams und niedrigschwellige Beratungsangebote arbeiten eng zusammen und werden durch eine strukturierte Ersteinschätzung ergänzt. Gleichzeitig fordert der SoVD verbindliche Barrierefreiheit, den Abbau sozialer Ungleichheiten beim Zugang zur Versorgung sowie eine stärkere Gemeinwohlorientierung des Gesundheitswesens. Dafür braucht es interprofessionelle Teams, niedrigschwellige Anlaufstellen und eine koordinierte Versorgung statt verpflichtender Steuerungsinstrumente. Barrierefreiheit muss als verbindlicher Qualitätsstandard verstanden werden, Gesundheitsversorgung als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Mehr Infos und das das gesamte SoVD-Forderungspapier „Primärversorgung neu gestalten“ finden Sie HIER.

Kontakt
Peter-Michael Zernechel (V.i.S.d.P.)
Pressesprecher SoVD
Telefon: 030 726222-333
E-Mail: pressestelle@sovd.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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