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Inklusion: Ge­plante Kür­zun­gen gefähr­den Teilh­abe an Ham­bur­ger Schulen

In einem Klassenzimmer sitzt ein Mädchen mit braunen Haaren und einer rosa Schleife im Haar an einem Tisch. Sie trägt ein gestreiftes T-Shirt und lächelt, während sie eine Handgeste macht, die wie das "OK"-Zeichen aussieht. Vor ihr sitzt eine erwachsene Person, die ebenfalls eine Handgeste macht. Im Hintergrund sind weitere Kinder zu sehen, die an ihren Tischen sitzen.

Klaus Wicher, Vorsitzender Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V., fordert den Hamburger Senat auf, geplante Kürzungen bei der Schulbegleitung nicht umzusetzen. Künftig sollen offensichtlich deutlich weniger pädagogisch qualifizierte Fachkräfte als Schulbegleitungen eingesetzt und Unterstützungsleistungen für Kinder mit Förderbedarf eingeschränkt werden. Wicher sieht darin eine ernsthafte Gefährdung der schulischen Inklusion. 

„Schulbegleitung darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen“, warnt Wicher. „Inklusion ist kein Sparmodell, sondern ein Menschenrecht. Kinder mit Behinderungen oder besonderem Unterstützungsbedarf haben Anspruch auf die Hilfen, die sie benötigen, um gleichberechtigt am Unterricht teilzunehmen.“

Die Pläne des Senats drohen, die Teilhabemöglichkeiten vieler Schüler:innen, die auf Unterstützung angewiesen sind, spürbar zu verschlechtern. Wicher erinnert daran, dass sowohl das Bundesteilhabegesetz als auch die UN-Behindertenrechtskonvention Deutschland verpflichten, ein inklusives Bildungssystem sicherzustellen. „Mit der geplanten stärkeren Begrenzung fachlich qualifizierter Schulbegleitungen sowie den höheren Hürden bei der Bewilligung von Unterstützungsleistungen zeigt der Senat, dass er immer noch nicht verstanden hat, dass Bundesteilhabegesetz und UN-Behindertenrechtskonvention Pflicht und nicht Kür sind“, sagt Wicher.

Wer bei der Schulbegleitung kürzt, spart nicht an Verwaltungskosten, sondern an den Bildungs- und Lebenschancen von Kindern. Eine inklusive Schule braucht verlässliche und qualifizierte Unterstützung – nicht weniger, sondern mehr.

Klaus Wicher, Landesvorsitzender SoVD Hamburg

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Nicola Timpe
Stv. Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 23236756
E-Mail: presse@sovd-hh.de

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