Direkt zum Inhalt springen

News & Service

Hier sehen Sie aktuelle Meldungen rund um unsere Arbeit. Über die folgende Navigation können Sie die Beiträge filtern – und sich Meldungen zu einem ausgewählten (oder allen) Themengebiet(en) anzeigen lassen.

Hamburg-Standard beim Wohnungsbau

Die im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte eingebrochenen Auftragseingänge im Hamburger Wohnungsbau werfen aus Sicht von Dr. Sally Peters, Vorständin SoVD Hamburg, ein düsteres Licht auf die Zukunft: „Wir hatten auf den Hamburg-Standard gehofft. Er hat aber mögliche Bauherr:innen nicht ausreichend überzeugt. Diese Wohnbauförderung ist aus meiner Sicht gut – muss aber nachgebessert werden. Ansonsten wird sich die ohnehin schon sehr angespannte Lage auf dem Hamburger Wohnungsmarkt schnell weiter verschärfen.“

„Die Stadt hat mit dem Hamburg-Standard wichtige Schritte unternommen, um Baukosten zu reduzieren und den Wohnungsbau anzukurbeln. Die aktuellen Zahlen zeigen aber, dass das allein nicht ausreicht. Für all diejenigen, die dringend auf eine bezahlbare Wohnung angewiesen sind, ist das eine sehr schlechte Nachricht“, so Peters.

Der SoVD Hamburg hatte große Hoffnung auf einen Schub im Wohnungsbau durch den Hamburg-Standard: „Wir müssen jetzt genau hinschauen, warum die Förderung nicht genutzt wird und an welchen Stellschrauben Hamburg noch drehen kann.“ Dazu gehöre auf jeden Fall, die bürokratischen Vorgaben konsequent zu verschlanken. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten schneller vorankommen: „Dabei dürfen soziale, ökologische und sicherheitsrelevante Standards nicht einfach über Bord geworfen werden. Aber wo Bürokratie keinen erkennbaren Mehrwert bringt, müssen wir sie abbauen.“

Gleichzeitig müsse auch die Hamburger Wohnungswirtschaft das Vorgehen des Senats unterstützen und konstruktiv mit dem Hamburg Standard umgehen: „Die SAGA und die Genossenschaften können der Wohnungsnot in der Stadt nur zu einem Teil begegnen. Auch die privaten Bauherren sind gefordert. Wir brauchen mehr soziale Investoren, die künftig in bezahlbaren Wohnraum investieren wollen“, fordert Peters.

Dafür müsse die Stadt schnell die Schwachstellen des neuen Hamburger Baustandard aufdecken: „Diese Förderung kann helfen, mehr Wohnraum in der Stadt zu schaffen. Aber, sie hat Verbesserungsbedarf.“ Peters warnt vor den sozialen Folgen einer weiter zunehmenden Wohnungsnot: „Wohnen ist ein existenzielles Bedürfnis. Wenn Menschen keine bezahlbaren Wohnungen finden, wird das zu einer existenziellen Bedrohung. Hamburg darf diese soziale Verunsicherung nicht zulassen!“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 44545693
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
Top bewertet bei Google
4,0 von 5 ★★★★★
300 Bewertungen