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Frauen­alters­si­che­rung: Hohe Mieten ver­schär­fen Armuts­risiko älterer Frauen in Hamburg

Auf dem Bild stehen drei Frauen in unterschiedlichem Alter. Die erste Frau ist mittleren Alters. Die zweite Frau ist Seniorin und die dritte Frau im Hintergrund ist die jüngste.

Anlässlich der heute stattfindenden Frauen­alters­sicherungs­konferenz des SoVD-Bundesverbands und ver.di warnt der Sozialverband SoVD Hamburg vor einer weiteren Verschärfung der Altersarmut von Frauen. Gerade in einer Stadt mit hohen Wohnkosten wie Hamburg reichten niedrige Renten für viele Frauen schon heute kaum zum Leben aus. Vor diesem Hintergrund sieht der Verband auch die Reformpläne zu Einsparungen beim Wohngeld mit großer Sorge.

Frauen tragen nach wie vor den größten Teil der Sorgearbeit, unterbrechen ihre Erwerbsbiografien häufiger für Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen und arbeiten überdurchschnittlich oft in Teilzeit oder im Niedriglohnsektor. Die Folge sind deutlich niedrigere Renten und ein erhöhtes Armutsrisiko im Alter.

Die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern ist kein abstraktes Problem – sie entscheidet darüber, ob viele ältere Frauen in Hamburg ihre Miete bezahlen können oder jeden Monat aufs Neue um ihre finanzielle Existenz kämpfen müssen. Die hohen Wohnkosten in unserer Stadt verschärfen diese Situation zusätzlich. Wer jetzt auch noch beim sozialen Ausgleich über das Wohngeld sparen will, trifft besonders diejenigen, die ohnehin kaum finanziellen Spielraum haben.

Dr. Sally Peters, Vorstandssprecherin des SoVD Hamburg

Wer Altersarmut von Frauen wirksam bekämpfen will, darf nicht an den Leistungen sparen, die vielen Betroffenen überhaupt erst ein würdevolles Leben ermöglichen. Notwendig sind eine armutsfeste gesetzliche Rente, eine bessere Anerkennung von Sorgearbeit und ein verlässlicher sozialer Ausgleich bei den Wohnkosten. Hamburg zeigt besonders deutlich, wie eng Renten- und Wohnungspolitik miteinander verbunden sind.

Dr. Sally Peters, Vorstandssprecherin des SoVD Hamburg

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Nicola Timpe
Stv. Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 23236756
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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