Direkt zum Inhalt springen

News & Service

Hier sehen Sie aktuelle Meldungen rund um unsere Arbeit. Über die folgende Navigation können Sie die Beiträge filtern – und sich Meldungen zu einem ausgewählten (oder allen) Themengebiet(en) anzeigen lassen.

Finanzierung: Nicht bei den Kinder- und Jugend­lichen sparen

Eine Gruppe von fünf Jugendlichen sitzt auf einer Treppe und unterhält sich fröhlich. Sie lachen. Die Personen tragen lässige Kleidung, darunter Jeans, T-Shirts und Latzhosen. Im Hintergrund sind Säulen und ein Gebäude zu sehen.

Die Sorge um den Fortbestand einer funktionierenden Kinder- und Jugendhilfe in Hamburg ist derzeit groß: „Die Stadt hat sich immer noch nicht dazu geäußert, ob sie Fördermittel und Finanzierungen für Projekte anpasst oder vielleicht doch an der einen oder anderen Stelle einspart. Ein Ja zu Kürzungen in diesem Bereich wäre allerdings kontraproduktiv“, warnt Klaus Wicher. Stattdessen sollte der Senat gerade den jungen Menschen bessere Angebote machen: „Das wäre gut angelegtes Geld und böte ihnen mehr Chancen auf eine gute Zukunft!“

Von Pädagog:innen und Betreuer:innen höre er immer öfter Klagen, dass die Kosten gestiegen, die Finanzierungsrahmen der Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe aber gleichgeblieben seien: „Viele Projekte müssen immer wieder weiterbeantragt werden, da muss es mehr langfristige und verlässliche Zusicherungen geben“, formuliert Wicher. Geändert habe sich auch der Bedarf: „Budgets in der Kinder- und Jugendarbeit werden neuerdings auch durch die inflationsbedingten Mehrkosten für Lebensmittel zusätzlich strapaziert. Denn in die Einrichtungen und Angebote kommen immer mehr Kinder, die hungrig sind, weil es offenbar zuhause zu wenig zu essen gibt. Die Finanzierung von Projekten muss diesem geänderten Bedarf angepasst werden. Es geht inzwischen nicht nur um gute Angebote, sondern immer mehr auch um eine grundsätzliche Versorgung.“

Statt in der Kinder- und Jugendarbeit über noch mehr Kürzungen nachzudenken, sollte sich die Stadt gerade für junge Menschen engagieren, die schlechtere Startbedingungen hätten, weil sie in armen Familien aufwachsen: „Alle jungen Menschen benötigen Unterstützung, Förderung und Stärkung. Wer das zuhause nicht erfährt, braucht Orte, wo es Menschen gibt, die das leisten können. Jedes Angebot in der Kinder- und Jugendarbeit ist also eine gute Investition in bessere Perspektiven. Sie helfen Benachteiligten dabei, später selbstbestimmt zu arbeiten und zu leben. Nur so werden sie der Gesellschaft etwas zurückgeben können. Hamburg täte gut daran, dies anzuerkennen und von weiteren Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit abzusehen!“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin
Telefon: 0151 445 456 93
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
Top bewertet bei Google
4,0 von 5 ★★★★★
294 Bewertungen