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Wohnungsbau: Neue Sozial­wohnungen sind lebens­notwendig für unsere Stadt!

Vor dem anstehenden Wohnungsbaugipfel in Berlin fordert Klaus Wicher, Hamburger Vorsitzender Sozialverband SoVD, vom Hamburger Regierungsbündnis: „Bekennen Sie sich eindeutig zum sozialen Wohnungsbau. Schwindender Wohnraum fördert nicht das Vertrauen in die Politik. Mehr sozialer Wohnungsbau in der ganzen Stadt würde unseren sozialen Frieden bewahren und schützen. Hamburg muss mindestens 5000 Sozialwohnungen pro Jahr bauen“.

Wicher will, dass sich die Stadt stärker im sozialen Wohnungsbau engagiert: „In Hamburg liegen viele sehr große Baustellen brach, weil der Senat bei Projekten wie Teilen der Neuen Mitte Altona, dem Esso Gelände auf St. Pauli oder auch dem Bahrenfelder Carreé nicht eingreifen kann, wenn nicht weitergebaut oder nicht mal mit dem Bau begonnen wird“, kritisiert Wicher.

Studierende, Alleinerziehende, Familien mit kleinem Einkommen bis hin zu den Älteren mit schmaler Rente – sie alle sind existenziell angewiesen auf bezahlbaren Wohnraum: „Auf dem freien Wohnungsmarkt müssten sie oft schon mehr als die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben“, so Wicher. Die Erhöhung der Einkommensgrenze für Sozialwohnungen habe den Kampf um günstige Unterkünfte zusätzlich angeheizt: „Bis zu 90.000 Menschen warten derzeit auf eine SAGA-Wohnung. Wenn an anderer Stelle wenig bis gar nicht mehr gebaut wird, muss die Stadt tätig werden. Sie muss sich zum sozialen Wohnungsbau bekennen, und die Genossenschaften und das eigene Wohnungsbauunternehmen SAGA gesondert fördern. Sozialer Wohnungsbau ist lebensnotwendig für unsere Stadt“. Wicher schlägt vor, die baulichen Vorgaben zu lockern, und die Genehmigungsverfahren zu verschlanken und zu beschleunigen.

Eine wachsende Wohnungsnot trägt auch sozialen Sprengstoff in sich, denkt Wicher: „Ich warne davor, Menschen, die existenziell wenig haben, gegeneinander auszuspielen. Wo starker Mangel herrscht, wird der Wind rauer. Ich befürchte, dass sich aus diesem Mangel mehr Ablehnung und Ressentiments gegenüber anderen und letztendlich politisch extreme Ansichten entwickeln. Dies müssen wir mit allen Mitteln verhindern!“.

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem über 25.000 Mitglieder organisiert sind. Der SoVD Hamburg ist der größte Sozialverband in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung. 

Presse-Material

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin
Telefon: 0151 445 456 93
E-Mail: presse@sovd-hh.de

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