Jugendliche, die aus einkommensarmen Familien stammen, sind in Hamburg zu oft von sozialer Teilhabe ausgeschlossen. Einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge fehlt es auch 15 Jahre nach dem Start des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) immer noch an einem leichten Zugang: „Wenn die Beantragung komplizierter ist als die zu erwartende Leistung, wundert es nicht, wenn Eltern darauf verzichten und Jugendliche leer ausgehen“, moniert Dr. Sally Peters, Sprecherin des Vorstands des Hamburger Sozialverbands SoVD. Neue Quartierzentren in den Bezirken könnten Abhilfe schaffen.
Wenn einkommensschwache Familien das Angebot aus dem BuT für ihre Kinder nicht nutzten, müsse es dringend nachgebessert werden, fordert Peters. Sie sieht sich durch die Hamburger Zahlen bestätigt. In der Hansestadt erhalten knapp 84 Prozent der anspruchsberechtigten Kinder Unterstützung für Schulbedarf und 65 Prozent fürs Mittagessen, bei Jugendlichen ab 15 Jahren sinken diese Werte aber auf 29 bzw. 25 Prozent stark ab. Während Hamburg bei Kindern vergleichsweise gute Werte erreicht, sinkt die Inanspruchnahme solcher Leistungen im Jugendalter deutlich.
