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Teilhabe und Ein­sam­keit in Hamburg

Kolumne von Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landes­vorsitzender

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitglieder,

der eisige Winter hat Hamburg fest im Griff. Was für viele lediglich eine Unannehmlichkeit darstellt, wird für zahlreiche Menschen in unserer Stadt zu einer Hürde im Alltag. Vereiste Gehwege, nicht geräumte Bürgersteige und gefährliche Glätte führen dazu, dass vor allem ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen ihre Wohnungen kaum noch verlassen können.

Das bedeutet Isolation, fehlende soziale Kontakte und für viele sogar gesundheitliche Folgen. Deshalb muss die Stadt bei Extremwetterlagen schneller und entschlossener handeln. Dazu gehört auch, dass bestehende Räum- und Streupflichten konsequent kontrolliert werden. Hauseigentümer:innen stehen hier klar in der Verantwortung. Außerdem brauchen wir eine bessere Unterstützung für lokale Nachbarschaftsnetzwerke und mehr Zentren in den Quartieren, die als Treffpunkte und Hilfezentren fungieren können. Denn nicht jede:r kann sich auf seine Nachbarschaft verlassen.

Doch Winterkälte ist nur ein aktuelles Beispiel für strukturelle Probleme, die wir in Hamburg angehen müssen. Der SoVD setzt sich weiter dafür ein, dass Menschen nicht durch statistische Durchschnittswerte ausgegrenzt werden – sei es auf dem Arbeitsmarkt oder im Zugang zur medizinischen Versorgung. Gerade in sozial benachteiligten Stadtteilen, wie zuletzt in Steilshoop, zeigt sich, wie wichtig eine sozial gerechte Versorgungspolitik ist, die Mensch und Lebensrealität in den Mittelpunkt stellt.

Ihr Klaus Wicher
Landesvorsitzender

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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