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Strompreiserhöhung: Alleinerziehende und Rentner sind die Verlierer

Vor allem auf diejenigen, die wenig haben, kommt im nächsten Jahr eine unangenehme Mehrausgabe zu: Die Preiserhöhungen für Strom werden in erster Linie die Armen empfindlich treffen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hamburg fordert Unterstützung für die Betroffenen.

Was die Kosten für Strom und Gas angeht, ist Hamburg europaweit einsamer Spitzenreiter. Und die Preisspirale dreht sich weiter: Der Ökostromanbieter Lichtblick zieht die Preise um 9,1 Prozent an, Vattenfall prüft derweil noch eine Erhöhung. 

Die Folgen hätten diejenigen zu tragen, die schon heute ohne Unterstützung nicht zurechtkommen: „Vor allem Alleinerziehende, aber auch Familien mit Kindern und Rentner, die von Grundsicherung leben, sind die Verlierer. Nicht zu vergessen: die Geringverdiener, für die die Nebenkosten schon fast so etwas wie die zweite Miete sind“, sagt Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender SoVD Hamburg.

Wicher fordert für die Betroffenen Kompensation: „Man muss dringend darüber nachdenken, den Regelsatz für die Grundsicherung zu erhöhen. Schon heute zeigt sich, dass das Geld kaum zum Leben reicht.“ Auch die Politik in der Hansestadt könnte etwas dazu beitragen: „Es ist Zeit diesen Menschen Erleichterung zu verschaffen, beispielsweise durch die Angleichung der Grundsicherung an das Hamburger Preisniveau. Ich denke da an mindestens 20 Euro zusätzlich zum Regelsatz. Das kann Hamburg schaffen!“

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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