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Steigende In­flation trifft die Ärmsten hart

SoVD Hamburg fordert Aus­gleich für Be­troffene

Das Bild zeigt eine gut sortierte Gemüseabteilung in einem Supermarkt. Verschiedene Arten von frischem Gemüse sind in Regalen ordentlich angeordnet. Oben links befinden sich grüne Salatköpfe und daneben verschiedene Kräuter. In der Mitte des Bildes sind rote, grüne und gelbe Paprikaschoten zu sehen, die in separaten Fächern liegen. Rechts davon sind Zucchini und gelbe Kürbisse platziert. Unten links sind Kohlköpfe gestapelt, während in der Mitte Gurken und rechts Auberginen zu sehen sind. Die Farben des Gemüses verleihen dem Bild ein lebendiges und frisches Aussehen.

„Die steigende Inflation belastet vor allem diejenigen, die schon jetzt zu wenig haben!“ Klaus Wicher ist sehr besorgt über die Preisentwicklung in der Stadt. Für die Ärmsten der Armen fordert er einen Ausgleichsbetrag: „Das kann sich Hamburg locker leisten, das muss die Stadt endlich auch tun!“

Die Politik dürfe die Folgen der anhaltenden Inflation nicht verharmlosen: „Laut statistischem Bundesamt steigen vor allem die Preise für Lebensmittel. Dort, wo gut Situierte Verteuerungen gar nicht wahrnehmen, stellen weniger gut betuchte schon mal was ins Regal zurück, weil das Portmonee leer ist. Hier spüren diejenigen, die wenig haben, ganz direkt, was Inflation bedeutet – nämlich weniger fürs Geld zu bekommen“, beschreibt Wicher die Situation.

Der SoVD Landesvorsitzende warnt die Politik davor, diese Entwicklung zu ignorieren: „Zufriedenheit mit den regierenden Parteien bedingt sich auch daraus, wie gut es den Menschen geht. Wenn es noch nicht mal beim Leben für alle reicht, wächst die Angst vor Armut und schafft neue Gräben zwischen den Wohlhabenden und der immer breiter werden Masse von Menschen, die trotz Arbeit nicht mehr gut über die Runden kommen.“ 

Seine Empfehlung: „Ich bin davon überzeugt, dass die Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel fallen und für weitere auf sieben Prozent reduziert werden muss. Hamburg kann diese Entwicklung nicht mehr ignorieren und sollte zumindest den Empfänger:innen von Grundsicherung im Alter einen Ausgleichsbetrag zahlen, damit sie sich noch etwas leisten können. Sollte sich hier in absehbarer Zeit nichts tun, könnten sich immer mehr enttäuscht von den regierenden Parteien abwenden, weil sie sich abgehängt und nicht gesehen fühlen. Das darf keine demokratische Partei riskieren!“

Während die allgemeine Inflationsrate im März auf 2,2 Prozent zurückging, waren Nahrungsmittel im Jahresvergleich 2,9 Prozent teurer. Schon im Februar waren ist es um 2,4 Prozent gestiegen. Viele Verbraucher:innen spüren das beim Einkaufen im Geldbeutel.

Nach Einschätzung des Ifo-Instituts dürfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten über der Marke von zwei Prozent bleiben.

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin
Telefon: 0151 445 456 93
E-Mail: presse@sovd-hh.de

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