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Stadt hat Ver­ant­wor­tung für arme Kin­der und Ju­gend­liche!

Soziales sichern – jetzt handeln!

In einem Klassenzimmer sitzen mehrere Kinder an ihren Tischen und arbeiten konzentriert. Im Vordergrund sitzt ein Mädchen im Rollstuhl, das ein Tablet in den Händen hält und lächelt. Auf ihrem Tisch liegen Schulmaterialien wie Hefte und ein Federmäppchen.

Die UNICEF-Studie zum Wohlbefinden von Kindern bestätigt Klaus Wicher in seiner Sorge um Kinder und Jugendliche in Hamburg, die in armen Haushalten aufwachsen: „Hier ist sogar jedes vierte Kind armutsgefährdet. Angesichts härter werdender Zeiten brauchen gerade diese jungen Menschen mehr Unterstützung, die ihre Chancen und Potenziale fördert. Dafür ist die Stadt verantwortlich“, fordert Klaus Wicher, SoVD-Landesvorsitzender.

Politik und Senat sollten alles dafür tun, um Bildungsunterschiede abzubauen: „Auch, wenn der bundesweite Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft Hamburg regelmäßig auf Platz drei sieht, gilt das nur für Kinder- und Jugendliche, deren Elternhaus sich Bildung leisten kann und darauf Wert legt. Wer viel arbeiten muss oder alleinerziehend ist, hat dafür weder die Zeit noch die Energie. Hamburg muss die unterstützen, die sonst außen vor bleiben – sinnvoll wäre auch ein Familiengeld für die Betroffenen“.

Wicher fordert den Ausbau und die verstärkte Förderung der öffentlichen Kinder- und Jugendarbeit: „Eltern können nicht allein für Bildung und Wissensvermittlung sorgen. Umso wichtiger sind die Anlaufstellen der freien Kinder- und Jugendarbeit, mit Hausaufgabenhilfe, Freizeitangeboten, Spielmöglichkeiten und Ansprechpartner:innen, die ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Kinder haben. Ich halte das für überaus wichtige Angebote für junge Menschen auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Diejenigen, die dies nicht zuhause erfahren können, müssen Angebote seitens der Stadt bekommen“. Der SoVD-Landesvorsitzende kritisiert auch die Frage der Finanzierung vieler Angebote: „Projekte werden oft nur über einen kurzen Zeitraum finanziert und die Budgets knapp kalkuliert. Wenn beispielweise mehr hungrige Kinder in den Treff kommen, muss das an anderer Stelle eingespart werden“. 

Bildung sei vor allem für Kinder aus armen Familien der Schlüssel zum sozialen Aufstieg: „Die Stadt sollte sich politisch nicht nur zur Wirtschaft, sondern auch zu den jungen Menschen bekennen. Sie werden die Welt von morgen lenken! Wir müssen dafür sorgen, dass sie ihrer Potenziale nutzen und ihnen die Chance auf eine gute Zukunft geben!“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 44545693
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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