In der Suppenküche La Cantina in Hamburg-Ottensen wird aller Voraussicht nach schon bald das Feuer unterm Herd ausgehen, Brandschutz und Statik des Gebäudes seien nicht ausreichend gewährleistet: „Eine Katastrophe für die Menschen im Stadtteil“, findet Klaus Wicher. Er fordert die Unterstützung der Stadt, um möglichst schnell einen Weiterbetrieb im Quartier möglich zu machen.
Gerade in Ottensen und Altona Altstadt sind viele Bewohner:innen dankbar für das günstige und gesunde Mittagessen, das die La Cantina an fünf Tagen in der Woche anbietet: „Diese Einrichtungen im Quartier sind Teil einer immens wichtigen Basisversorgung dort. Dorthin kommen Menschen mit geringem Einkommen und bedürftige Senior:innen. Man kennt sich und spricht miteinander, das ist überaus wichtig für viele der Besucher:innen“. Die La Cantina sei Teil der sozialen Infrastruktur in Ottensen: „Wir dürfen Hilfebedürftige in Altona nicht allein lassen. Die La Cantina ist nicht nur ein Gastro-Betrieb wie andere. Sie ist ein Treffpunkt im Quartier und bietet gleichzeitig die Chance auf neue Jobperspektiven“.
Denn: Die La Cantina in Hamburg ist eine Stadtteilkantine in Ottensen, die vom Beschäftigungsträger KoALA betrieben wird und sich für soziale Teilhabe engagiert. In dem gemeinnützigen Projekt arbeiten Menschen, die seit vielen Jahren arbeitslos sind und dort das erste Mal wieder eine ernstzunehmende Chance bekommen, zurück ins Arbeitsleben zu kommen: „La Cantina ist ein tolles Win-win Projekt, von dem alle was haben. Auf der einen Seite arbeiten hier Menschen, denen sich neue Wege in einen Job eröffnen. Auf der anderen bekommen viele eine warme Mahlzeit, die sie sich anderswo nicht mehr leisten können.“
Hamburg müsse sich dafür engagieren, dass dieses Projekt in Ottensen weitergeführt werden kann: „Hier leistet eine soziale Einrichtung wichtige Arbeit, dies brauchen die Menschen vor Ort unbedingt!“
