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Sorge­arbeit ist nicht allein Frauen­sache!

Unter dem Motto „Care-Arbeit gerecht gestalten: SoVD-Frauen vernetzen sich“ lud der SoVD Hamburg im Mai zur Infoveranstaltung ein

Care-Arbeit hält unsere Gesellschaft zusammen: Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder die Organisation des Familienalltags – noch immer wird diese wichtige Arbeit überwiegend von Frauen geleistet. Die Folgen sind oft unterbrochene Erwerbsbiografien, geringere Einkommen und ein erhöhtes Risiko für Altersarmut.

Bei der Veranstaltung stellte Dr. Simone Real, Abteilung Sozialpolitik des SoVD Bund, sozialpolitische Forderungen und Ziele des SoVD vor und machte deutlich: „Eine gerechte Verteilung von Sorgearbeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dafür braucht es nicht nur engagierte Frauen, sondern auch Männer, die Verantwortung übernehmen und Gleichstellung aktiv mitgestalten.“ 

Spätestens nach der Geburt des ersten Kindes ist es vorbei mit der Gleichberechtigung von Frau und Mann, da waren sich alle Teilnehmerinnen einig. Die Forderungen des SoVD, zum Beispiel nach einer paritätischen Aufteilung der Elterngeldmonate, setzen genau in dieser Lebensphase an. Aber auch die Pflege von An- und Zugehörigen muss stärker zwischen den Geschlechtern umverteilt werden.

Engagiert diskutierten die Teilnehmerinnen gesellschaftspolitische „Stellschrauben“ wie Teilzeit, Elterngeld, Steuerklassen, Leistungen für pflegende Angehörige und vieles mehr. 

Die Veranstaltung machte deutlich: Vernetzung stärkt und Veränderungen beginnen dort, wo Menschen gemeinsam handeln.

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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