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Rente: Wenig – aber sicher

Für eine lebensstandardsichernde Rente: OECD-Studie untermauert Forderung des Sozialverbandes SoVD in Hamburg

„Die Rentenerhöhung  2016 von fünf Prozent täuscht nicht darüber hinweg, dass Geringverdiener, viele Freiberufler und Menschen mit langen Ausbildungs-, Ausfall- und  Erziehungszeiten wenig Rente bekommen werden. Ein schwacher Trost: Die wenige Rente ist wenigstens sicher“, sagt Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des Sozialverbands SoVD. Er nimmt Bezug zur aktuellen OECD-Studie über die Rente in Europa. „Der EU-Vergleich zeigt schwarz auf weiß, dass das  deutsche Rentensystem für viele in die Altersarmut führt. Besonders Senioren in Hochpreisstädten wie Hamburg sind betroffen. Hamburg ist, so Wicher, „Hauptstadt der Altersarmut“. Hier erhalten 6,8 Prozent der Bürger über 65 Jahre Grundsicherung im Alter. Damit liegt Hamburg an der Spitze vor Städten wie Berlin (5,8 Prozent) oder Bremen (5,9 Prozent).

Gemäß OECD-Studie ist das Armutsrisiko von Rentnerhaushalten in Deutschland höher als in anderen EU- Ländern. 9,4 Prozent der deutschen Rentner sind arm – nach OECD-Definition. Danach gilt als arm, wer weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens  hat. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts liegt das durchschnittliche Bruttoeinkommen bei  3 527 Euro.

„Menschen mit Niedrigeinkommen erreichen im Alter kaum die 53 Prozent, die ein Durchschnittsverdiener bekommt, dessen Arbeitsbiografie nahezu lückenlos ist. „Bruchlose Erwerbsbiografien sind heute die Ausnahme. Wir brauchen eine Neuausrichtung der Rente, Geringverdiener müssen in der Rentenzeit überproportional mehr bekommen als vorher. Der Rückgang des  Rentenniveaus muss gestoppt werden. Wir brauchen lebensstandardsichernde Renten.“

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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