Der SoVD Hamburg weist darauf hin, dass die steigenden Eigenanteile viele Familien unter Druck setzen. Während Renten häufig nicht mit den Kosten Schritt hielten, stiegen Ausgaben für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen kontinuierlich an. „Gerade in Hamburg mit ohnehin hohen Lebenshaltungs- und Wohnkosten geraten dadurch immer mehr Menschen in finanzielle Schwierigkeiten“, so Peters. „Ersparnisse werden innerhalb kurzer Zeit aufgebraucht, immer häufiger müssen Betroffene Sozialhilfe in Anspruch nehmen.“
Der SoVD Hamburg fordert seit Langem, dass Pflegebedürftige bei den Investitions- und Ausbildungskosten deutlich entlastet werden müssen. Gleichzeitig reicht dies aus Sicht des SoVD Hamburg nicht aus. Notwendig ist eine solidarische Pflegevollversicherung, die pflegebedingte Kosten vollständig übernimmt und damit verhindert, dass Pflegebedürftigkeit zwangsläufig zum finanziellen Risiko wird. Bis dahin muss die öffentliche Hand ihrer Verantwortung nachkommen und insbesondere die Finanzierung der Investitionskosten für Pflegeeinrichtungen übernehmen.
„Die Pflegeversicherung wurde eingeführt, um Menschen vor den finanziellen Folgen der Pflegebedürftigkeit zu schützen. Dieses Versprechen wird seit Jahren immer weniger eingelöst. Bund und Länder müssen die angekündigte Pflegereform endlich nutzen, um Eigenanteile dauerhaft zu begrenzen und die Finanzierung auf eine solidarische Grundlage zu stellen. Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf nicht länger auf dem Rücken der Pflegebedürftigen und ihrer Familien ausgetragen werden“, fordert Peters.