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Mobilität ohne Hindernisse

So können Sie bar­rie­re­frei Unter­wegs­sein dank Hilfs­an­ge­bote

Ein junger blinder Mann läuft auf dem Gehweg. Er hat eine Sonnenbrille auf und einen Blindenstock in der Hand. Mit dem Blindenstock benutzt er die Leitstreifen auf dem Boden. Im Hintergrund fährt eine Straßenbahn entlang.

Mobil sein bedeutet, sicher und möglichst ohne Barrieren von Tür zu Tür zu kommen – und damit aktiv am sozialen Leben teilnehmen zu können. Für ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen ist das jedoch nicht immer selbstverständlich: Der nächste Bahnhof ist weit entfernt, Stufen werden zum Hindernis oder die Orientierung fällt schwer.

Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landesvorsitzender, betont die Bedeutung von Teilhabe: „Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für soziale Teilhabe. Mobilität muss daher überall und für alle in Hamburg verfügbar sein. Sie muss so gestaltet sein, dass sich alle Menschen gleichermaßen im Alltag selbstbestimmt bewegen können. Mobilität muss für alle zugänglich und vor allem muss sie für alle bezahlbar sein.“

Unterstützung für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen

Barrierefreie Routenplanung per hvv-App

Die App des hvv bietet eine barrierefreie Verbindungssuche. Über die Funktion „Optionen“ können Handicaps angegeben werden, sodass nur Verbindungen angezeigt werden, die barrierefreies stufenloses Reisen mit Rollstuhl, Fahrrad oder Kinderwagen ermöglichen. 

Sicherheitstrainings für Bus und Bahn

Der hvv bietet regelmäßig kostenlose Trainings für Rollstuhlfahrende und Menschen mit Rollator an. Geübt werden sicheres Ein- und Aussteigen sowie praktische Tipps für den Alltag im Nahverkehr und Hinweise, die das Reisen mit Bus und Bahn erleichtern. Alle Infos dazu finden Sie hier: hvv.de/de/barrierefrei. Die HVV-Mobilitätsberatung erreichen Sie auch telefonisch unter: 040 / 68 98 98 68.

Barrierefreie Orte im öffentlichen Raum

Die Wheelmap ist eine Karte für rollstuhlgerechte Orte. Hier kann jede:r Orte finden, eintragen und über ein Ampelsystem bewerten. In der virtuellen Karte sind Läden, Cafés, Bibliotheken, Schwimmbäder, Arztpraxen und viele weitere öffentlich zugängliche Orte verzeichnet: wheelmap.org/

Der Hamburger Stadtführer für Rollstuhlfahrende liefert eine Vielzahl von relevanten Informationen mit Daten zur Barrierefreiheit von Gebäuden. So können Rollstuhlfahrende selbst entscheiden, ob Sie den gewünschten Ort gut nutzen und erreichen können. Aufgeführt sind Einrichtungen aus den Bereichen Kultur, Freizeit und Tourismus. Herausgeberin ist Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V.: Hamburger Stadtführer für Rollstuhlfahrer Tourismus, Freizeit & Kultur

Unterstützung für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen

Lesen statt hören und hören statt sehen. Die „hvv Custom App“ ist speziell für Hör- und Sehgeschädigte entwickelt worden.

  • Auf dem Smartphone informiert die App barrierefrei über Abfahrtzeiten von Bus und Bahn: Die Informationen werden in besonders großer Schrift und kontrastreich angezeigt oder vorgelesen.
  • Der Fahrtverlauf kann in Echtzeit über das Handy nachverfolgt werden.
  • Auf einzelnen Buslinien können Menschen mit Sehbehinderung ihre Fahrt über die App anmelden. Die Fahrer:innen werden automatisch informiert und helfen beim Ein- und Aussteigen. 

Flexible Mobilität auf Bestellung: On-Demand-Angebote im hvv

Wenn der Weg zur nächsten Haltestelle zu weit ist, ergänzen On-Demand-Shuttles den Nahverkehr. Die Fahrzeuge fahren ohne festen Fahrplan und holen Fahrgäst:innen nach Buchung per App an virtuellen Haltepunkten ab. So werden Lücken im ÖPNV geschlossen und Wege flexibler.

hvv hop: Shuttleverkehr im Hamburger Umland

Die Shuttles fahren in den Kreisen Stormarn und Segeberg, im Bezirk Harburg sowie in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide. Für die Nutzung fällt ein Zuschlag auf ein gültiges hvv-Ticket an. Alle Fahrzeuge verfügen über Rampen und können von Rollstuhlfahrenden genutzt werden. Die Mitnahme von E-Rollstühlen ist allerdings nicht möglich. 

Übrigens: „ioki“ hieß das erste Shuttle-Angebot, das im HVV integriert war. Es verbesserte die Mobilität für Menschen in Osdorf und Lurup. ioki startete im Juli 2018 als Pilotprojekt und wurde nach mehrfachen Verlängerungen Ende des Jahres 2022 von hvv hop abgelöst und in andere Stadteile verlegt. 

Zukunft der Mobilität: Autonom fahrende Minibusse

In diesem Jahr sollen in Hamburg die ersten autonom fahrenden Minibusse auf die Straße gehen. Damit ist unsere Hansestadt Vorreiter bei der Entwicklung öffentlicher autonomer Fahrangebote Testgebiete sind zunächst die Bezirke Altona, Nord und Bergedorf. Die Minibusse von Holon bieten Platz für maximal 15 Fahrgäst:innen und sollen den öffentlichen Nahverkehr flexibel ergänzen, insbesondere auf kurzen Strecken und in Randgebieten.

Mehr Informationen zu allen hvv-Anwendungen finden Sie hier: hvv.de/de/app

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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