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Lebensmittel-Preise: Lebensmittel dürfen keine Luxusware sein!

Daten des statistischen Bundesamtes zeigen deutliche Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Menschen mit kleinen Einkommen geben überproportional Geld für Wohnen und Lebensmittel aus. Klaus Wicher, Landesvorsitzender des Sozialverband SoVD Hamburg, fordert: „Damit sie sich gesund ernähren und an der Gesellschaft teilhaben können, brauchen wir einen Zuschuss – nach dem Vorbild des Energiedeckels – für Lebensmittel.“ 

Die aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes zu Lebensmittelpreisen sind alarmierend. Innerhalb eines Jahres erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel um 22,3 Prozent. Das trifft vor allem Menschen mit geringem Einkommen besonders hart. Rentner:innen, Arbeitslose, Alleinerziehende, Geringverdienende und Studierende müssen einen höheren Anteil ihres Einkommens für Ernährung ausgeben. Und der Bürgergeld-Satz für Lebensmittel liegt pro Tag bei etwa 5,75 Euro für Erwachsene. Für Kinder erhalten Familien noch weniger. Das reicht nicht für eine gesunde Ernährung.

„Dass Armut krank macht, zeigt sich hier wieder drastisch“, so Wicher. „Zudem können diese Menschen nicht mehr am sozialen Leben teilhaben, wenn sie ihr gesamtes Geld für Wohnen und Ernährung ausgeben müssen.“ Er fordert: „Die Politik muss schnell handeln angesichts dieser dramatischen Preisentwicklung.“ Mit einem Zuschuss für Lebensmittel bekommen auch Menschen mit geringem Einkommen die Chance, für ihre Gesundheit zu sorgen. „Gesunde Lebensmittel dürfen nicht zur Luxusware werden“, mahnt Wicher. „Es sollte sich kein Mensch entscheiden müssen, ob er sich in diesem Monat Obst und Gemüse kauft oder auch einmal am gesellschaftlichen Leben teilnimmt.“

Das gilt in besonderem Maße auch für Kinder. Denn über ein Drittel der Empfänger:innen von Grundsicherung sind inzwischen Kinder. „Um gesund aufwachsen zu können, braucht es gesunde Nahrungsmittel und Teilhabe“, so Wicher.


Kontakt
Nicola Timpe
Pressesprecherin
Telefon 040 611 607 42
Mobil 0151 445 456 93
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