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Jedes E-Auto muss Fahrgeräusche machen!

Protestaktion auf dem Hamburger Rathausmarkt anlässlich der „Woche des Sehens“

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH) hat gemeinsam mit dem SoVD-Landesverband Hamburg, der Lebenshilfe Landesverband Hamburg e.V. und dem Landes-Seniorenbeirat Hamburg (LSB) von der Verwaltung gefordert, nur Hybrid- und Elektrofahrzeuge anzuschaffen, die mit einem Warngeräusch ausgestattet sind. „Das hätte Signalwirkung für Firmen und Unternehmen, und wäre außerdem ein Zeichen dafür, dass die Stadt Verantwortung für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden übernimmt“, sagte der Hamburger SoVD-Landeschef Klaus Wicher.

Elektrofahrzeuge ohne ein hörbares Eigengeräusch stellen für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, eine Unfallgefahr dar, die größer ist als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Der Gesetzgeber hat auf das Problem bereits reagiert: Ab Juli 2021 müssen alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge ein Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) haben. E-Autos, die heute schon fahren und bis dahin zugelassen werden, dürfen allerdings auch weiterhin geräuschlos auf den Straßen unterwegs sein. „Auf uns wird dann ein Mischverkehr aus hörbaren und lautlosen Autos zukommen – und das ist richtig gefährlich! Für uns ist klar: Ab 2021 müssen ausnahmslos alle E-Autos ein Fahrgeräusch von sich geben.“ Gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern forderte Wicher von der Hamburger Politik:

  • Alle Elektrofahrzeuge, wie Busse des ÖPNV oder Dienstfahrzeuge etc., mit einem AVAS ausstatten
  • Bereits angeschaffte Fahrzeuge mit einem AVAS nachzurüsten
  • Für die Vergabe von Aufträgen, beispielsweise bei Leasingverträgen, nur Bewerber zuzulassen, die Fahrzeuge mit AVAS anbieten


Medienecho (Auszug):

 

© BSVH

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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