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Jahresempfang des SoVD Hamburg

Sozial­staat: Inves­tieren in die Zukunft

Rund 100 Gäste aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie viele bekannte Persönlichkeiten aus SoVD Landes­verbänden folgten der Einladung des SoVD Hamburg zum Jahresempfang 2026 am 17. März, der in diesem Jahr unter dem Motto „Zeit für mehr soziale Gerechtigkeit – Teilhabe fördern und Chancen eröffnen“ stand. 

Der Ärger über die derzeitige Politik war im Raum förmlich zu spüren: Als Klaus Wicher mit Blick auf den anwesenden Hamburger Finanzsenator Dr. Andreas Dressel in seiner Begrüßungsrede die Frage stellte: „Wie kommt es bei den Menschen an, wenn seitens der Politik immer und immer wieder betont wird, wir müssen sparen, wir haben kein Geld für zusätzliche Ausgaben?“, kam prompt die Antwort aus dem Publikum: „Schlecht!“ 

Das Signal ist doch: Wer arm ist, wird arm bleiben, wer gering qualifiziert ist, hat kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Kinder aus armen Familien haben kaum Chancen, ihrem sozialen Milieu zu entkommen. Das vermittelt keine Aufbruchstimmung, im Gegenteil, das demoralisiert und lässt jegliche Perspektive vermissen.

Klaus Wicher, Landesvorsitzender SoVD Hamburg

Eine echte Pflegereform ist notwendig, sie lässt sich aber nicht durch Leistungskürzungen realisieren, die soziale Ungleichheit verstärken und Kosten lediglich verlagern. Wir müssen darüber sprechen, wo Geld im System verloren geht. Denn wenn zum Beispiel Pflegeeinrichtungen Gewinne an internationale Finanz­investoren ausschütten und nicht reinvestieren, dann fehlt das Geld in der Versorgung.

Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende
SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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