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Jahresempfang

Am 18. September lud der SoVD Hamburg zum alljährlichen Jahresempfang in den Kultur Palast Hamburg (KPH) in Billstedt ein. Der Landesvorsitzende Klaus Wicher freute sich, rund 100 Gäste bei bestem Wetter begrüßen zu können.

Vertreterinnen und Vertreter des SoVD-Bundesverbandes und der Landesverbände, politischer Parteien aus der Bürgerschaft und den Bezirken, Abgeordnete aus dem Deutschen Bundestag sowie Prominenz, Vorsitzende und Geschäftsführer aus Gewerkschaften, Verbänden, Vereinen, vom Sozialgericht, der Arbeitsagentur und dem Job-Center waren zu Gast. 

Wicher hob in seiner Begrüßung hervor, ganz bewusst nach Billstedt gegangen zu sein, in einen nicht gerade verwöhnten Stadtteil Hamburgs, um so mit dazu beizutragen, diesen Stadtteil mehr in den Blick zu bekommen. In Billstedt beziehen über 26% der Menschen regelmäßig Sozialleistungen. Im Vergleich zum Durchschnitt in Hamburg mit über 12 % ist das doppelt so hoch. In Blankenese beziehen nur etwas mehr als 1% Sozialleistungen. Dies zeigt nicht nur die soziale Spaltung, die sich durch Hamburg zieht sondern auch, wie sehr die Billstedter und Billstedterinnen schon abgehängt sind.

Wicher dankte Senator Detlef Scheele -Präses der BASFI- für seine Bereitschaft das Hauptreferat zu halten und hob hervor, in ihm einen aufmerksamen Zuhörer für die Anliegen des SoVD gefunden zu haben. Trotz ordentlicher Fortschritte in Teilbereichen, wie z.B. der 5-stündigen kostenfreien Kita-Betreuung, werde der SoVD weiterhin kritischer Begleiter bei den Dauerproblemen wie insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, der Altersarmut sowie der prekären Beschäftigung in der Stadt sein.

Senator Scheele ging in seiner Ansprache u.a. darauf ein, dass die  Arbeit der BASFI neu aufgesetzt wurde und der Präventionsgedanke im Vordergrund bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Armut stehe.  Hamburg setze dabei auf Chancengleichheit von Anfang an u.a. durch Bildung und die Essensversorgung in der Schule. Er wandte sich gegen das Betreuungsgeld, denn diese Mittel seien z.B. für die bessere Ausstattung von Kitas sinnvoller angelegt. Auch hob er die gute Arbeit der Jugendberufsagenturen hervor, die einen Beitrag dazu liefern, Armut durch Arbeitslosigkeit von vornherein zu vermeiden.  

Ein besonderes Willkommen galt auch unserem Präsidenten Adolf Bauer, der, so Wicher, den SoVD seit vielen Jahren ganz unaufgeregt führt und dadurch für unseren Verband unentbehrlich ist bei der Weiterentwicklung des SoVD.

Adolf Bauer hob in seiner Ansprache die auch im Bundesverband spürbare hohe Schlagzahl des SoVD Hamburg hervor und gab einen kurzen Abriss sozialpolitscher Themen, mit denen sich der SoVD zum Wohle der Mitglieder und der Menschen im Land beschäftigt. Er wies darauf hin, dass Reformen im sozialen Bereich früher zur Belastung der Menschen mit höheren Beiträgen und zur Leistungsabsenkung führten. Dies sei seit einiger Zeit in Berlin anders, dennoch gebe es für den Kampfverband SoVD noch vieles zu verbessern, nicht nur in der (Erwerbsminderungs-)Rente. Auch erinnerte er daran, dass der SoVD demnächst sein 100-jähriges Bestehen feiern könne und daran, dass der damalige Reichsbund nach dem zweiten Weltkrieg in Hamburg wiederbegründet wurde.

Zum Schluß gaben zwei Teilnehmer der über die Stadtgrenzen bekannten HipHop Academy der Stiftung Kulturpalast Hamburg einen Einblick in ihr Können: mit dem Mund, der Nase und dem Rachen imitierten sie beeindruckend Drumcomputerbeats, Scratches, Schlagzeug- und andere Perkussionsrhythmen – Beatboxing genannt.

Mit angeregten und anregenden Gesprächen fand der Jahresempfang, der ja eben auch die Plattform für einen Austausch zwischen den verschiedenen Playern in der Stadt bieten soll, viel später sein Ende.

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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