Der Sommer ist wieder da, es ist heiß in Hamburg. In Sachen freier Zugang zu Wasser vermisst Klaus Wicher, Landesvorsitzender Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V., aber den ernsthaften Willen, das kühlende Nass für alle zugänglich zu machen: „Es muss schneller gehen mit den Trinkbrunnen in allen Quartieren. Trinken ist bei diesem Wetter lebenswichtig. Ich bezweifele, dass vor allem Obdachlose und ältere Menschen ausreichend damit versorgt sind.“ Er fordert deutlich mehr mobile Wasserspender und langfristig ein ganzes Netz von Trinkbrunnen in der Stadt.
Wicher appelliert an die Hamburger Umweltsenatorin Katharina Fegebank: „Bringen sie die Trinkbrunnen in die Quartiere!“ Dies würde vor allem Kindern und den älteren Bewohner:innen zugutekommen: „Der Klimawandel ist zweifellos da, Hamburg muss endlich darauf reagieren!“ Sogar in Berlin sei man inzwischen dabei, mehr mobile Wasserspender aufzustellen: „Die fest installierten Trinkbrunnen rund um die Hamburger Innenstadt muss man erstmal finden, teilweise funktionieren sie seit Längerem nicht mehr. Besuchern empfiehlt die Stadt auf ihrer Webseite, sich in den öffentlichen Toiletten mit Wasser zu versorgen. Das finde ich, ist einer so reichen Metropole wie Hamburg nicht angemessen und ignoriert die Zeichen der Zeit!“
Besonders große Sorgen macht sich der Hamburger SoVD-Chef um die Obdachlosen: „Menschen die auf der Straße leben, kommen im Prinzip nur in den Tagesaufenthalten an Wasser. Wer in der Sommerhitze draußen ist, muss aber sehr viel trinken. Ich befürchte, dass ohne freien Zugang zu Wasser, dies gar nicht möglich ist! Das könnte Menschenleben kosten!“
Wicher rät der Stadt zu einem langfristigen Hitzeschutzplan: „Hamburg hat es immerhin geschafft, Sonnencremespender im Bezirk Mitte auszustellen. Warum stehen dort nicht auch mobile Trinkspender? Warum Sonnencreme und warum nicht mehr Wasser? Die Stadt muss auf die steigenden Temperaturen endlich reagieren – der Zugang zu Wasser ist existenziell und muss für alle möglich sein!“
