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Hamburger Sozialbericht 2015

Hamburg wird ärmer – der Sozialverband SoVD warnt: „Jeder sechste über 65-Jährige lebt in Armut und zwei von drei Alleinerziehenden mit Kind sind betroffen.“

„Die amtliche Sozialberichterstattung 2015 liefert für Hamburg eine weiter erschreckende Lage zunehmender Verarmung und Ausgrenzung. Besonders Ältere und Alleinerziehende sind betroffen“, sagt Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des Sozialverbandes SoVD in Hamburg. „Entgegen vieler Gegenreden und trotz des guten Arbeitsmarktes. Hamburg wird ärmer. Sozial Benachteiligte werden nicht nur von der guten Konjunktur abgehängt. Besonders Ältere und Alleinerziehende partizipieren nicht am Wohlstand der Stadt. Abzulesen ist das an den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes für 2015“, so Wicher.

Danach steigt das Armutsrisiko in Hamburg (gemessen am Landesmedian) von 18 Prozent in 2014 auf 19 Prozent in 2015. Gerade für Hamburgs Senioren verschlechtert sich die Lage. In der Altersgruppe der über 65-Jährigen stieg die Armutsgefährdungsquote mit am stärksten. Von 14,7 auf 15,8 Prozent. „Damit ist etwa jeder sechste ältere Hamburger betroffen“. Aber auch Alleinerziehende (38,2 auf 41,9 Prozent)  und Kinder sowie Jugendliche unter 18 Jahren (von 23,9 auf 25 Prozent) zeigen: „Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich für sie immer weiter“, so Wicher.

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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