„Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher muss sich in Berlin ganz klar gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren einsetzen“, fordert Dr. Sally Peters, Vorständin SoVD Hamburg. Der Verband fordert ein eindeutiges politisches Statement Hamburgs gegen die Pläne, den abschlagsfreien Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte abzuschaffen.
„Dieser Vorschlag der Bundesregierung trifft die Falschen und ist sowohl sozial- als auch gesellschaftspolitisch das absolut falsche Signal“, ist sich Peters sicher. Gerade in Berufen, in denen schwer körperlich gearbeitet werde oder die psychisch belastend seien, werde die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren von den Betroffenen zu Recht in Anspruch genommen. Im vergangenen Jahr entschieden sich in Hamburg 3.044 Männer und Frauen für die sogenannte Rente mit 63: „So wird die Lebensarbeitsleistung dieser Menschen wertgeschätzt und gewürdigt“, sagt Peters.
Statt Einzelne in Zukunft zu benachteiligen, sollten sich mehr beteiligen, fordert die Hamburger SoVD-Vorständin: „Wir müssen sehr ernsthaft darüber reden, wer alles in das solidarische System der gesetzlichen Rentenversicherung einbezogen ist – und wer eben nicht.“ Der SoVD fordert seit Langem, die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung umzubauen – und Beamt:innen, Selbstständige und Mandatsträger:innen einzubeziehen: „Das wäre fair gegenüber denjenigen, die nach einem langen Arbeitsleben in Rente gehen wollen und es wäre fair gegenüber allen Arbeitenden, das System grundsätzlich neu aufzustellen!“
Sollte sich der Bürgermeister bei dieser Frage nicht positionieren, könnte das enttäuschen: „Die Politik darf nicht das Vertrauen der Menschen verspielen!“
