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Hamburg muss die Ärmsten vor den Folgen des Krieges schützen

Das Bild zeigt eine braune Geldbörse, auf der ein roter Pfeil in Form eines steigenden Diagramms platziert ist. Um die Geldbörse herum sind verschiedene Gegenstände angeordnet: zwei Glühbirnen, ein Miniatur-Einkaufswagen und zwei kleine Häuser. Der Hintergrund ist hellblau. Das Bild symbolisiert steigende Kosten oder Preise in verschiedenen Lebensbereichen wie Energie, Wohnen und Konsumgüter.

Klaus Wicher, SoVD-Landesvorsitzender, appelliert an die Stadt, die Auswirkungen der weltpolitischen Lage wenigstens für die Ärmsten abzumildern: „Ich mache mir große Sorgen, welche Folgen der Irankrieg auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft haben wird. Ich befürchte eine steigende Inflation, das könnte für diejenigen, die schon jetzt von wenig leben müssen, zu einer existenziellen Bedrohung werden. Darauf muss Hamburg reagieren!“

Der erst wenige Tage währende Krieg im Iran ist in Hamburg angekommen: „Die Preise an den Tankstellen sind bereits merkbar gestiegen. Das wird auch für Energieträger wie Gas und Öl gelten. Wer jetzt schon ein schmales Budget hat, wird dies sofort sehr schnell zu spüren bekommen“, weiß Wicher. Mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate vermutet Wicher außerdem eine weiter anziehende Inflation. Sie werde die Menschen in Hamburg unterschiedlich hart treffen: „Vor allem Menschen mit kleinen Einkommen, Familien, Alleinerziehende und Senior:innen mit kleiner Rente wird es treffen, denn das Leben in Hamburg ist schon jetzt teurer als anderswo. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die eigentlich zum Mittelstand zählen, ganz zu schweigen von den Empfänger:innen von Sozialleistungen, die für das wenige Geld immer weniger bekommen.“ Strom müsse sowieso aus eigener Tasche gezahlt werden, außerdem: „nicht allen zahlt das Amt die volle Miete und Heizkosten.“

Hier muss die Politik schnell nachsteuern und den Betroffenen an anderer Stelle Erleichterung gewähren. Konkret wäre eine Erhöhung der Angemessenheitsgrenzen bei den Mieten, die Aufstockung der Grundsicherung im Alter und ein Familiengeld für Einkommensschwache denkbar.

Klaus Wicher, SoVD-Landesvorsitzender

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 44545693
E-Mail: presse@sovd-hh.de

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