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Fundstück: Plakat des Reichsbunds der Kriegsbeschädigten

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) zählt mit seiner über 100-jährigen Geschichte zu den ältesten sozialpolitischen Verbänden Deutschlands und blickt auf jahrzehntelanges Wirken für seine Mitglieder zurück – wie der Gründungsname auf unserem Fundstück erkennen lässt.

Schon im Jahre 1917, als der Sozialverband Deutschland zunächst als Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten in Berlin gegründet wurde, verstand er sich als ein demokratischer und fortschrittlich-sozialer Interessenverband. Die Gründung eines Kriegsopferverbandes war die Reaktion darauf, dass erstmals in einem Krieg die Kriegsbeschädigung mit ihren negativen wirtschaftlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen zum millionenfachen Massenschicksal wurde.

Nach 5 Jahren hatten sich 830.000 Mitglieder im Verband organisiert, die nicht nur für eine umfassende Versorgung der Opfer des 1. Weltkrieges, sondern insgesamt für den Aufbau einer sozialen und solidarischen Gesetzgebung eintraten und eine Politik für den Frieden forderten. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war ein Eigenleben des Verbandes nicht mehr möglich. Um der vollständigen Überführung in eine NS-Organisation zuvorzukommen, löste sich der Verband im April 1933 auf.

Viele Reichsbund-Funktionäre waren bereits der Verfolgung ausgesetzt.
 

Einen Kurzüberblick zur Geschichte des SoVD Hamburg sowie rund um unsere Aktivitäten anlässlich des 100-jährigen Jubiläums in 2017 finden Sie hier:
100 Jahre SoVD: Geschichte & Aktivitäten

Ausführliche Informationen zur Geschichte und über Stationen erfolgreichen Wirkens können Sie hier nachlesen.

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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