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Fernwärme: Kostenexplosion für Mieter:innen abfedern!

Das Bild zeigt eine braune Geldbörse, auf der ein roter Pfeil in Form eines steigenden Diagramms platziert ist. Um die Geldbörse herum sind verschiedene Gegenstände angeordnet: zwei Glühbirnen, ein Miniatur-Einkaufswagen und zwei kleine Häuser. Der Hintergrund ist hellblau. Das Bild symbolisiert steigende Kosten oder Preise in verschiedenen Lebensbereichen wie Energie, Wohnen und Konsumgüter.

Fernwärme in Hamburg soll aufgrund von Milliardeninvestitionen um 30 Prozent teurer werden – der SoVD Hamburg warnt vor drastischer Mehrbelastung und fordert soziale Abfederung.

Der Sozialverband SoVD Hamburg kritisiert scharf die von den Hamburger Energiewerken (HEnW) angekündigte Preiserhöhung für Fernwärme um bis zu 30 Prozent. „Ich bin fassungslos, dass diese Erhöhung seitens der Politik kaum weiter thematisiert wird“, sagt Klaus Wicher, Landesvorsitzender des SoVD Hamburg. „Schon wieder werden diejenigen, die nur geringe Einkommen haben, einen Einschnitt in ihr Monatsbudget hinnehmen müssen.“ 

Aus Sicht des SoVD Hamburg verschärft die Monopolstellung die Situation: Die Fernwärmeversorgung in Hamburg läuft nahezu monopolistisch über die städtischen HEnW. Wicher weist darauf hin: „Mieter:innen können den Anbieter nicht wechseln und fühlen sich finanziell ausgeliefert.“ Dieser Zwang markiert eine besondere Härte. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung bedeutet die Preiserhöhung etwa Mehrkosten von 25 Euro im Monat. Besonders belastet sind Geringverdienende, Familien, Alleinerziehende und Senior:innen mit Grundsicherung und vor allem Mieter:innen in großen städtischen Wohnbeständen wie SAGA und Baugenossenschaften. „Für diese Menschen sind 25 Euro im Monat viel Geld, das zulasten anderer notwendiger Ausgaben, z, B. für Gesundheit, Pflege oder Ernährung, zusätzlich irgendwie aufgebracht werden muss“, so Wicher. „Deshalb fordere ich die Stadt dringend dazu auf, für eine soziale Abfederung zu sorgen. Ein städtischer Härtefallfonds für betroffene Haushalte könnte bei Nachzahlungen und Rückständen helfen. Bereits jetzt müssen zu viele Menschen auf Lebensmittelhilfen und Tafeln zurückgreifen. Der Senat hat versprochen, dass die Umstellung auf klimaneutrale Infrastrukturen sozialverträglich gestaltet werden soll. Wir nehmen ihn beim Wort!“

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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