Direkt zum Inhalt springen

Extrem­wetter schließt zu viele Men­schen von Teil­habe aus

Das Foto zeigt eine ältere Person, die im Winter auf einem vereisten Gehweg geht und einen Rollator benutzt. Es schneit stark, und der Boden ist mit Schnee und Eis bedeckt. Die Person trägt eine warm gefütterte Jacke, einen Schal, Handschuhe und eine Mütze. Beide Hände halten die Griffe des Rollators. Im Rollatorkorb liegen einige Lebensmittel. Im Hintergrund sind eine verschneite Straße, geparkte Autos und Gebäude zu erkennen, jedoch unscharf.

KI generiert

Die eisigen Straßen in Hamburg sind für Senior:innen und für Menschen mit Behinderung schon seit Wochen Hürden, über die sich nicht jede:r traut: „Viele Menschen haben Angst zu stürzen, vor allem für Ältere bedeutet das oft lange Aufenthalte in der Klinik und eine langwierige Genesung. Wer aber jetzt nicht mehr rausgeht, und kein soziales Umfeld hat, vereinsamt und wird langfristig krank. Es ist an der Zeit, wieder mehr Rücksicht auf die Schwachen zu nehmen und mehr Senior:innenzentren, in die Quartiere zu bringen“, fordert Klaus Wicher, SoVD-Landesvorsitzender. 

Es ist glatt auf Hamburgs Straßen und das schon seit mehreren Wochen. Vor allem für ältere Menschen und diejenigen, die körperlich beeinträchtigt sind, sind dick vereiste Bürgersteige und nicht geräumte Straßen und Wege eine große Herausforderung: „Viele Menschen trauen sich bei diesem Wetter nicht mehr raus. Die winterlichen Bedingungen werden für sie zum unüberwindbaren Hindernis. Bevor sie einen Sturz riskieren, bleiben sie lieber zuhause“, skizziert Wicher. Nicht jede:r habe die Möglichkeit, sich beim Einkaufen von Nachbarn oder Angehörigen helfen zu lassen: „Wer sozial nicht gut vernetzt ist, bleibt in diesen Tagen sich selbst überlassen. Vor allem für Menschen, die krank sind, auf regelmäßige ärztliche Betreuung angewiesen oder einfach nur einsam sind, kann das fatale Folgen haben.“

Der Landesvorsitzende des SoVD Hamburg appelliert an die Stadt, auf extreme Wetterlagen schneller zu reagieren: „Die Stadt muss auf länger anhaltender Kälte- und Frostperioden schneller reagieren. In diesem Winter hätte das Salzstreuverbot früher aufgehoben werden müssen, bei den stark vereisten Wegen nützt es jetzt auch nicht mehr viel. Hauseigentümer, die ihrer Räumpflicht nicht nachkommen, sollten sofort in die Pflicht genommen werden. Wenn wir mehr Senior:innenzentren in den Quartieren hätten, gäbe es ganz gewiss auch viel mehr Hilfe und Unterstützung der Menschen untereinander. Das ist ein wertvolles Gut und könnte an vielen Stellen helfen, wo die Stadt keine Kapazitäten hat. Wenn der Senat das endlich mal auf den Weg bringen würde, wäre vielen, vor allem alten und armen Menschen geholfen!“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin
Telefon: 0151 445 456 93
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
Top bewertet bei Google
4,0 von 5 ★★★★★
300 Bewertungen