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Equal Pay Day 2026

In Hamburg ist die Lohnungerechtig­keit besonders hoch

Das Bild zeigt zwei Miniaturfiguren, die auf gestapelten Münzen sitzen. Die linke Figur trägt eine rote Jacke und einen gelben Hut und sitzt auf einem kleineren Stapel Münzen. Die rechte Figur trägt ein lila Oberteil und weiße Hosen und sitzt auf einem höheren Stapel Münzen. Der Hintergrund ist schlicht und weiß.

Immer noch klafft beim Verdienst von Männern und Frauen eine große Lücke: Rechnerisch arbeiteten Frauen in 2025 bis zum Equal Pay Day am 27. Februar 2026 daran, das durchschnittliche Jahresgehalt der Männer aus dem Vorjahr zu erreichen. „Der Equal Pay Day 2026 ist vor allem für Hamburg kein Ruhmesblatt“, findet Susanne Langhagel, Landesfrauensprecherin des SoVD Hamburg. „Denn hier verdienen Frauen für die gleiche Arbeit noch weniger als im Rest der Republik.“

Im Schnitt verdienten weibliche Arbeitnehmerinnen in der Hansestadt im vergangenen Jahr 17 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Vergleich dazu lag die Lohnlücke bundesweit um einen Punkt niedriger, bei 16 Prozent. Der EU-Durchschnitt liegt bei zwölf Prozentpunkten. „Schlimm ist, dass sich seit Jahren sehr wenig tut, um diese Ungleichheit zu verringern“, zeigt sich Klaus Wicher, Vorsitzender des Sozialverband SoVD Hamburg, enttäuscht. „Gleiche Bezahlung ist keine freiwillige Leistung, sondern eine Frage der Gerechtigkeit und Gleichstellung der Geschlechter!“ 

Unter dem Motto „equal pay every day“ lenkt die Equal Pay Day Kampagne dieses Jahr den Blick darauf, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke über den gesamten Lebensverlauf auswirkt. Wicher verweist auf die langfristigen Folgen: „Wer heute weniger verdient, trägt ein deutlich höheres Risiko für finanzielle Unsicherheit und erhält im Alter eine niedrigere Rente – langfristig droht vielen Frauen aufgrund eines geringeren Verdienstes für die gleiche Arbeit eher die Altersarmut. Hier kann und muss die Politik eingreifen!“ Die Politik könne auch weiterhin die Augen vor dieser gesellschaftlichen Ungleichheit verschließen, nicht aber vor den Auswirkungen. „Wenn Politik und Zivilgesellschaft nicht endlich für mehr Lohngerechtigkeit eintreten, werden Frauen auch weiterhin trotz eines langen Arbeitslebens mit deutlich weniger Rente auskommen müssen als Männer!“, so Wicher. 

Diese Ungleichheiten müsse die Politik aktiver angehen, fordert auch SoVD Frauensprecherin Susanne Langhagel: „Ich wünsche mir, dass die Mitglieder des Hamburger Senats dafür sorgen, dass mehr arbeitsmarktpolitische Instrumente entwickelt und gezielt eingesetzt werden, damit alle Frauen genauso die Chance darauf haben, von ihrer Arbeit angemessen leben zu können und im Alter eine auskömmliche Rente zu haben!“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Nicola Timpe
Stv. Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 23236756
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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