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Ende des Hilfsprojekts Mitnmang

„Lebensarbeitszeit verlängern, über Fachkräftemangel klagen – aber keine Älteren einstellen und Hilfsprogramm stoppen. Das passt nicht zusammen“, moniert Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender Sozialverband SoVD Hamburg.

„Einerseits heißt es, berufliche Erfahrung und soziale Kompetenz älterer Arbeitnehmer sind gefragt. Andererseits läuft Ende diesen Jahres ein Hilfsprogramm wie Hamburg Mitnmang aus“, kritisiert Klaus Wicher, 1. Vorsitzender des SoVD Hamburg. Er verweist auf die aktuelle Statistik. Derzeit sind 19.857 Hamburger im Alter von über 50 Jahren auf Jobsuche. Hamburg hat – nach Bremen – unter den alten Bundesländern die höchste Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe. Der Hamburger Arbeitsmarkt entwickelt sich zwar positiv – mit Blick auf die sozialversicherungspflichtigen Jobs. Doch diese Entwicklung geht an Älteren vorbei. Etwa jeder vierte Erwerbslose ist über 50 Jahre. Tendenz steigend. „Wenn die Politik die Lebensarbeitszeit verlängern und das Renteneinstiegsalter nach vorn ziehen will, müssen doch auch ältere Menschen länger arbeiten“, so Wicher.

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum das 2005 geschlossene Beschäftigungsprogramm beendet wird. Gerade jetzt, wo angesichts des demographischen Wandels nach Fachkräften gesucht wird und Unternehmen mit der langjährigen Expertise von älteren Arbeitnehmern rechnen können. Die Generation mit silbernem Haar hält nicht viel von Däumchen drehen. Denn die Wissenschaft weiß: Die ältere Generation ist fit. Mit 50 liegen reales und gefühltes Alter mehr als fünf Jahre auseinander. Mindestens.“

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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