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Bildungs­gerechtig­keit: Teil­habe fängt beim Schul­ranzen an

Auf dem Bild sind sechs fröhliche Kinder zu sehen, die in einem Kreis stehen und ihre Köpfe zusammenstecken. Sie lachen und schauen nach unten in die Kamera. Die Kinder tragen bunte Kleidung. Im Hintergrund sind grüne Blätter von Bäumen zu erkennen.

Bevor es für Hamburgs Kinder in wenigen Tagen wieder in die Schule geht, brauchen vor allem die Erstklässler:innen eine umfangreiche Grundausstattung: „Schulranzen, Federtasche, Sportbeutel, Turnschuhe, Trinkflasche, Brotdose – das geht alles zusammen schon sehr ins Geld. Bedürftige Familien bekommen zwar einen Zuschuss dafür, der deckt aber schon lange nicht mehr die Kosten für die Anschaffungen. Die Stadt muss nachbessern!“, fordert Klaus Wicher.

Alle Eltern möchten ihren Kindern einen guten Start ins Schuljahr ermöglichen, doch das geht gerade bei den Grundschüler:innen ins Geld, weiß Wicher: „Allein ein ergonomischer Schulranzen kostet zwischen 150 und 300 Euro, und das ist ja nicht das einzige, was die Kinder als Erstausstattung brauchen. Das sind vor allem für bedürftige Familien oder auch Alleinerziehende Geldausgaben, die sie an anderer Stelle einsparen müssen – weil der Zuschuss zu klein ausfällt.“ Die Zuzahlung zum Schulbedarf beträgt 195 Euro und wird in zwei Raten erstattet: Zum Schulstart gibt die Stadt 130 Euro dazu, zum zweiten Schulhalbjahr sind es nochmal 65 Euro. „Die Erstausstattung ist besonders teuer, da kommen Eltern schnell mal auf 600 Euro. Das ist schon ein echter Brocken. Kinder, deren Eltern da nicht mithalten könnten, spüren sehr schnell, dass bei ihnen etwas anders ist und fühlen sich ausgegrenzt“, stellt Wicher fest. 

Darum fordert Wicher für bedürftige Familien und Alleinerziehende mehr Unterstützung: „Zum einen braucht der Zuschuss eine Anpassung an das aktuelle Preisniveau.“ 

Der städtische Zuschuss sei gut gemeint, leider aber nicht ausreichend: „Es geht um Bildungerechtigkeit, und darum, dass auch Kinder aus finanziell schlecht gestellten Familien die gleichen Chancen haben, wie ihre Altersgenossen. Bildung und ein Schulabschluss bieten genau das! So haben sozial benachteiligte junge Menschen eine echte Chance darauf, später ein auskömmliches Leben zu führen und nicht auf den Staat angewiesen zu sein. Diese Chance sollte ihnen Hamburg geben!“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin
Telefon: 0151 445 456 93
E-Mail: presse@sovd-hh.de

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