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Aus für Wil­helms­bur­ger Kranken­haus Groß-Sand

Ka­tho­li­sche Kirche muss Ver­ant­wor­tung für die Schlie­ßung über­nehmen

Ein Rettungswagen fährt mit eingeschaltetem Blaulicht und Sirene. Das Fahrzeug ist in den Farben Rot und Weiß gehalten und trägt die Aufschrift Rettungsdienst auf der Front. Die Scheinwerfer und das Blaulicht leuchten hell.

Die Schließung des Krankenhauses Groß Sand zum 30.Juni ist für Klaus Wicher, SoVD-Landesvorsitzender, das schlecht­möglichste Ergebnis der jahrelangen Übernahmever­handlungen zwischen dem Erzbistum Hamburg und der Stadt: „Im Rückblick hatte Groß-Sand wohl nie eine echte Chance auf einen Erhalt. Ich habe den Eindruck, dass die Kirche es billigend in Kauf genommen hat, dass die Übernahme­gespräche mit der Stadt scheitern“, kritisiert der SoVD-Landeschef. Er fordert: „Wilhelmsburg braucht jetzt schnell eine Stadtteilklinik! Zumindest beim Verkauf des Grundstücks muss das Erzbistum der Stadt ein gutes Angebot machen.“

Das Aus für Groß‑Sand in Wilhelmsburg im Sommer dieses Jahres bringt die medizinische Versorgung im Hamburger Süden ins Wanken.

Wilhelmsburg hat inzwischen knapp 60.000 Einwohner:innen, sie müssen nun auf andere Kliniken ausweichen, die schon jetzt immer mehr Menschen nördlich und südlich der Elbe versorgen müssen. Vor allem für die Älteren und Behinderten sind das Wege, die immer weiter werden.

Klaus Wicher, Landesvorsitzender SoVD Hamburg

Ab Juli 2026 stehen im Süden Hamburgs nur noch zwei Kliniken im näheren Umfeld zur Verfügung: das Marienkrankenhaus (ca. 5 km) und das AK Harburg (ca. 7 km). Diese Häuser sind bereits heute an ihren Kapazitätsgrenzen.

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 44545693
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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