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Arbeits­losigkeit: Zeit zum Gegen­steuern

Beschäftigungs­ge­sell­schaften müssen jetzt weiter aus­gebaut werden

Das Bild zeigt die Fassade eines modernen Bürogebäudes mit großen Glasfenstern. Das Gebäude hat mehrere Stockwerke und eine Kombination aus blauen Glasflächen und beigen Steinwänden. Über dem Eingang befindet sich ein Schild mit der Aufschrift "Agentur für Arbeit" und einem roten Logo. Der Eingangsbereich ist durch eine Glasüberdachung geschützt, und es gibt mehrere Türen, die in das Gebäude führen.

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten der Agentur für Arbeit zeigen: Die Arbeitslosigkeit in Hamburg steigt, eine nachhaltige Trendwende ist nicht in Sicht. Besonders Langzeitarbeitslose haben aktuell kaum Chancen auf eine Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt. Der Sozialverband SoVD Hamburg fordert einen sofortigen Ausbau der Beschäftigungsgesellschaften.

Bereits in den vergangenen Jahren hat der SoVD Hamburg wiederholt darauf hingewiesen, dass Beschäftigungsgesellschaften systematisch geschwächt wurden. Projektmittel wurden gekürzt oder ganz gestrichen, Angebote reduziert, bewährte Strukturen zurückgebaut. Diese Politik der Mittelkürzungen erweist sich angesichts der aktuellen Arbeitsmarktlage als schwerwiegender Fehler. „Seit Jahren warnen wir davor, Beschäftigungsgesellschaften kaputtzusparen – und jetzt sehen wir die Folgen“, erklärt Klaus Wicher, Landesvorsitzender SoVD Hamburg. „Die Arbeitslosigkeit steigt, während gleichzeitig genau die Instrumente geschwächt wurden, die Menschen wieder eine Perspektive geben. Diese Kürzungspolitik muss sich sofort umkehren.“

Beschäftigungsgesellschaften leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Stabilisierung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen. Sie erhöhen die Beschäftigungsfähigkeit, stärken soziale Teilhabe und wirken als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt, denn eine Arbeit bei Beschäftigungsträgern ähnelt oftmals einer Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt und stellt einen wichtigen strukturellen Schritt für Langzeitarbeitslose dar. Gleichzeitig tragen sie wesentlich zum Erhalt der sozialen Infrastruktur bei – etwa in Stadtteilen, sozialen Einrichtungen und gemeinwohlorientierten Projekten. „Wer Beschäftigungsgesellschaften ignoriert, lässt Menschen ohne Chancen zurück“, so Wicher weiter. „Diese wertvolle Ressource weiterhin mit Füßen zu treten hätte auf lange Sicht dramatische soziale Folgen – und diese würden zu Recht der Politik angelastet.“

Der SoVD Hamburg fordert Senat und zuständige Behörden auf, Beschäftigungsgesellschaften wieder konsequent mitzudenken, finanziell abzusichern und deutlich auszubauen. Gerade in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit braucht es den Ausbau verlässlicher Strukturen statt Mittelkürzungen.

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Nicola Timpe
Pressesprecherin
Telefon: 0151 23 23 67 56
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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