Direkt zum Inhalt springen

Angst vor dem sozialen Ab­stieg steigt

SoVD-Um­frage: Wie groß ist Ihre Sorge, im Jahr 2026 einen sozialen Abstieg zu erleben?

Eine Frau und ein Kind sitzen auf dem Gehweg vor einem Haus auf einem Stück Pappe. Beide essen etwas. Die Frau hat dunkles Haar, das zu einem lockeren Knoten gebunden ist, und trägt ein ärmelloses Oberteil und eine Hose. Das Kind hat helles Haar mit Pony und trägt ein T-Shirt und eine Hose. Vor ihnen steht ein Teller mit weiterem Essen.

Fast jede:r dritte Hamburger:in hat Angst davor, sozial abzusteigen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, das im Auftrag des Sozialverbands Deutschland (SoVD) die Menschen nach ihren Perspektiven für dieses Jahr befragte: „Interessant ist, dass es auch im Mittelstand eine steigende Unsicherheit gibt. Das muss den Verantwortlichen zu denken geben!“, warnt Klaus Wicher, SoVD-Landesvorsitzender.

Die Angst vor einem sozialen Abstieg erreicht auch in Hamburg immer mehr Menschen: 13,9 Prozent machen sich sehr große, und 21,2 Prozent große Sorgen um ihren sozialen Status, befürchten finanzielle Einbußen, weniger Infrastruktur im Umfeld, weniger soziale Teilhabe oder steigende Einsamkeit. Je jünger, desto größer die Sorge: „Bei den zwischen 16 bis knapp 50-Jährigen sieht fast die Hälfte der Befragten ihren sozialen Status als unsicher an! Hier habe ganz offensichtlich ein Vertrauensverlust stattgefunden: „Das muss die Politik ernst nehmen!“, warnt Wicher. 

Fast die Hälfte aller Familien und rund 36 Prozent der Alleinlebenden machen sich Sorgen um ihre Teilhabe: „Es ist offensichtlich, dass sich gerade Eltern mit Kindern, auch in Hamburg, nicht genügend unterstützt fühlen. Dabei sind Kinder unsere Zukunft, hier könnte die Stadt mit einem Familiengeld neues Vertrauen schaffen. Das fängt übrigens schon damit an, dass man die Geburtsurkunde des eigenen Kindes in einem vertretbaren Zeitraum erhält.“ 

Ebenso deutlich sei, dass es in vielen Berufen steigende Unsicherheit gebe: „KI verändert die Arbeitswelt rasant, viele Jobs werden in naher Zukunft verschwinden. Die Mieten sind hoch, Inflation macht unser Leben, gerade in Hamburg immer teurer. Es wundert also nicht, dass sich knapp 56 Prozent der Arbeiterschaft und fast die Hälfte, 40 Prozent, der Angestellten von einem sozialen Abstieg bedroht sehen. Interessant ist, dass dies inzwischen weitere Teile des Mittelstands erreicht, denn 40,6 Prozent der leitenden Angestellten teilt diese Sorgen!“.

Statistische Angaben bei Erhebungen mit regionalen Ergebnissen Civey hat für den Sozialverband Deutschland vom 29.01. bis 31.01.2026 online 5.000 Bundesbürger:innen ab 16 Jahren befragt. Die Ergebnisse auf Ebene der Bundesländer sind repräsentativ auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume. Der statistische Fehler auf Ebene der Bundesländer liegt bei 6,2 Prozentpunkten. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 44545693
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
Top bewertet bei Google
4,0 von 5 ★★★★★
300 Bewertungen