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Alters­armut im Blick

SoVD kritisiert Vor­schläge zur Renten­reform

Das Bild zeigt zwei Hände, die eine leere, geöffnete Geldbörse halten. Die Hände wirken älter und sind leicht faltig. Die Geldbörse ist aus braunem Leder und zeigt keine Anzeichen von Inhalt.

Die jüngsten Äußerungen von Kanzler Merz zum Abschmelzen der Rente auf ein Basispaket, stößt auch bei Klaus Wicher auf offenen Widerstand. Der SoVD-Landesvorsitzender: „Die Rente basiert auf einem Generationenvertrag und ist das Grundgerüst unseres Sozialstaats. Statt diese wichtige Säule in der Altersversorgung abzusägen, müssen wir solidarisch alle ins Boot holen. Dazu gehören unbedingt auch Beamt:innen und Politiker:innen!“

Der Bundeskanzler erzeuge mit seiner Aussage bei denjenigen, deren Einkommen gerade so für das Leben reicht, neue Existenzängste: „Viele Menschen, vor allem Frauen, arbeiten in Berufen mit niedrigem Lohnniveau und verdienen nicht viel. Sie können während ihrer Lebensarbeitszeit nur wenig für das Alter ansparen. Die Rente ist ein Spiegel der Lebensarbeitszeit und muss für alle so ausgestaltet sein, dass man auch ohne zusätzliche betriebliche oder kapitalbasierte Zusatzrente zurechtkommen kann. Der Staat hat die Verantwortung, für alle Menschen im Alter einen gewissen Lebensstandard aufrecht zu erhalten“, mahnt Wicher.

Gerade in Hamburg werde das Leben immer mehr zur Herausforderung: „Wer hier wohnt, muss damit leben, dass vieles teurer ist, als anderswo. Ich befürchte, dass wird noch lange so bleiben – vor allem beim Wohnen, Heizen und Lebensmitteln“. Das bedeute auch, dass bei vielen am Monatsende so gut wie nichts übrigbleibe, um privat vorzusorgen: „Fast eine halbe Million Hamburger:innen gelten als arm. Bei ihnen geht in Sachen Vorsorge schlicht gar nichts! Ihnen ist es nicht möglich eigene Rücklagen fürs Alter zu bilden.“

Für den Hamburger SoVD Landeschef ist klar: „Wir brauchen eine stärkere Beteiligung der Reichen und Gutverdiener:innen. Darum wäre eine Erwerbstätigenversicherung, in die alle – auch Beamt:innen und Politiker:innen – einzahlen, eine konstruktive Lösung. An dieser Stelle braucht es mehr Sachverstand seitens der Bundesregierung“.

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 44545693
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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