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Age-friendly City? So auf jeden Fall nicht!

Die Schließung der nächsten Postbankfilialen stehen an, diesmal in Eimsbüttel und Rahlstedt.

Eine Gruppe älterer Menschen geht eine Treppe hinauf. Sie tragen bunte Einkaufstaschen. Im Hintergrund sind moderne Bürogebäude und grüne Pflanzen zu sehen. Die Sonne scheint. Die Personen unterstützen sich gegenseitig beim Gehen.

„Eine Katastrophe für Senior:innen und diejenigen, die nicht mobil sind. Dieses Vorgehen steht konträr zu der Ankündigung der zuständigen Senatorin, die eine altersfreundliche Stadt voranzubringen. Ich habe nicht das Gefühl, dass Frau Fegebank sich darum sorgt, wie Ältere, die die digitalen Angebote nicht nutzen können, in Zukunft klarkommen“, kritisiert Klaus Wicher. Er plädiert für flexible Beratungsangebote unter dem Dach von neu aufgestellten Seniorenzentren.

Die Postbank will bis Ende 2026 neun von 19 Filialen in Hamburg schließen. Zuletzt traf es die Kund:innen in Lurup, seit dem Jahreswechsel gibt es im gesamten Hamburger Westen keine Postbankfiliale mehr. Wer körperlich eingeschränkt ist oder mit dem digitalen Umgang nicht zurechtkommt, muss immer weitere Wege gehen, wenn die Bankgeschäfte zwischenmenschlich abgewickelt werden sollen: „Wir sollten nicht vergessen, dass es immer noch viele Menschen gibt, die nicht digitale Profis sind oder sich vor dem Onlinebanking scheuen. Das muss unsere Gesellschaft respektieren.“ Gerade Ältere bräuchten den persönlichen Kontakt, „gerade wenn es um die eigenen Finanzen geht“, so Wicher.

An dieser Stelle vermisst der SoVD Landeschef bei der zuständigen Senatorin Katharina Fegebank Übergangsangebote, die den nach wie vor bestehenden Bedarf auffangen: „Hamburgs erklärtes Ziel ist es, eine age-friendly City zu werden. Hier könnte sich Frau Fegebank mal profilieren und signalisieren, dass sie die Probleme der älteren Generation wahrnimmt. Diesen Eindruck vermittelt sie bisher eher nicht“. Bezüglich des fortbestehenden Bedarfs an analogen Serviceangeboten schlägt er vor: „Neue Seniorenzentren könnte Dienstleistungen der Stadt genauso anbieten, wie einen wöchentlichen, mobilen Postbankservice. Frau Fegebank kennt unser Konzept zu neuen Seniorenzentren in den Quartieren. Ich komme dazu gern mit ihr ins Gespräch. Die Zeit drängt, schon in wenigen Jahren werden sehr viel ältere Menschen in Hamburg leben. Wenn alles vor Ort ist, bleiben die Wege kurz, man hat persönliche Ansprechpartner:innen in der Nähe und muss keine weiten Wege in andere Stadtteile gehen.“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin
Telefon: 0151 445 456 93
E-Mail: presse@sovd-hh.de

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