Die Nachricht, dass Hamburg mit 315,1 Ärzt:innen pro 10.000 Einwohner:innen an der Spitze des bundesdeutschen Rankings liegt, spiegelt aus Sicht Klaus Wichers, SoVD-Landesvorsitzender, nicht die Realität der Hamburger Patient:innen wieder: „Fakt ist, Mediziner:innen haben die Wahl, wo sie sich niederlassen wollen. Trotz Spitzenplatz sind vor allem die armen Stadtteile stark unterversorgt. Die Chancen, gesund zu leben, sind ungleich verteilt!“
5.500 Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen in 3.500 Praxen – wenn man nach den Zahlen geht, sind die Menschen in Hamburg in Gesundheitsfragen sehr gut aufgestellt: „Es wäre schön, wenn in allen Stadtteilen diese paradiesischen Zustände herrschen würden. Leider nimmt die gute Versorgung parallel zum sozialen Status der Stadtteile ab, wer in Billstedt, Steilshoop oder Mümmelmannsberg wohnt, muss weite Wege gehen, um sich fachärztlich behandeln zu lassen“, kritisiert Wicher.
