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Abstecher in die Poliklinik auf der Veddel

Der Hamburger SoVD befürwortet und unterstützt Engagement im Quartier. So auch auf der Veddel, einem Stadtteil mit einem hohen Anteil an Arbeitslosen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Hier machen sich in der Poliklinik Menschen für andere Menschen stark. Für Klaus Wicher und den Hamburger SoVD ein Vorzeigeprojekt.

Das 23-köpfige Team – von der Ärztin oder Krankenpflegerin über den Sozialpädagogen und Psychologen hin zur Juristin oder Politik- und Gesundheitswissenschaftlerin – leistet medizinische Versorgung, organisiert Präventionsprojekte und bietet zusätzlich eine Sozial- und Rechtsberatung an.

Der SoVD-Landeschef statte der Poliklinik vor kurzem einen Besuch ab und informierte sich vor Ort: „Mit der Poliklinik Veddel gibt es eine Anlaufstelle, in der man nicht nur medizinisch behandelt wird, sondern in der sich ein sozialer Raum entwickelt, in dem sich der Stadtteil vernetzt. Hier wird heute schon ein Schritt in Richtung neue Quartiersentwicklung gegangen“, lobte Wicher anschließend. Er bezieht sich vor allem auf den Fokus, den die Klinik hat, denn die Protagonisten sehen sich als ganzheitliches Gesundheitszentrum: „Hier entwickelt sich eine interdisziplinäre, wohnortnahe Versorgung, die darüber hinaus auch die Befindlichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil, wie ungleiche Einkommen, Wohnverhältnisse, Rassismus, Umweltbedingungen und Bildung, im Blick hat.“

Problematisch ist allerdings die Finanzierung des Projekts – und zwar Jahr für Jahr. Aus fünf Töpfen müssen Gelder beantragt werden, um die Einrichtung am Laufen zu halten. Das erledigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich neben ihren regulären Aufgaben „Solche Verfahrensweisen sollten deutlich vereinfacht werden, um den Betrieb von Einrichtungen wie der Poliklinik langfristig abzusichern“, fordert Wicher.

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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