Geburtstagsempfang für einen streitbaren Geist

Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD) in Hamburg, wurde im Juli 70 Jahre alt.

Mehr als 100 Freunde und Weggefährten aus der Bundespolitik und der Hamburgischen Bürgerschaft, aus Behörden und Bezirken sowie aus Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden, haben vor wenigen Wochen in der Zinnschmelze im Museum für Arbeit den 70. Geburtstag von Klaus Wicher gefeiert. Geboren 1948 in Hummelsbüttel wuchs Wicher nach dem Krieg in einer Zeit des Umbruchs und des Neuanfangs auf: 1948 wurde die D-Mark eingeführt, West-Berlin durch die berühmten Rosinenbomber versorgt und Axel Springer druckte die erste Ausgabe der Welt am Sonntag. „Vielleicht hat diese Zeit dazu beigetragen, dass Du so eine Tatkraft und Zielstrebigkeit entwickelt hast“, vermutete Wichers Stellvertreterin Brigitte Krebelder in ihrer Begrüßungsrede. SoVD-Präsident Adolf Bauer hatte eigens für den Empfang seinen Urlaub verschoben, um Wichers Ehrentag mitfeiern zu können. Er warf einen Blick auf die Geschichte des SoVD und die aktuellen Schwerpunkte: „Der SoVD ist einer der Eckpfeiler der Sozialgeschichte“, würdigte er die Arbeit und Erfolge des Verbands.

Ganz besonders freute sich Wicher, dass der Hamburger Finanzsenator Dr. Andreas Dressel (SPD) die Zeit fand, in der Zinnschmelze vorbei zu schauen. „Er ist einer der Hamburger Politiker, mit dem ich immer wieder über die vielfältigsten sozialpolitischen Themen gerungen und gestritten habe, mit dem man aber immer auch einen Konsens erzielen konnte“, freute sich der Hamburger SoVD-Landesvorsitzende. Sein Geschenk, ein Buch mit dem treffenden Titel „Merkur, Macht und Moneten“, überreichte Dressel mit den herzlichsten Grüßen des Hamburger Senats und dankte ihm ausdrücklich für die immer gute und faire Auseinandersetzung miteinander: „Lieber Klaus, ich freue mich darauf, weiter mit Dir zu streiten.“ Auch Jutta Blankau, Vorsitzende des Präsidiumsder AWO in Hamburg, ehrte den Jubilar und wünschte sich vom SoVD mehr Schulterschluss in der Zukunft.

Bevor zum Abschluss in einer kleinen Diskussionsrunde die Themen Hamburgs für die Zukunft angerissen wurden, erläuterte Prof. Dr. Felix Welti, Professor für Sozial- und Gesundheitsrecht an der Universität Kassel, den Stellenwert des SoVD, ehemals Reichsbund, für Deutschland – heute und in der Vergangenheit. Als gesellschaftliches Problem der Zukunft benannte er die wachsende Armut mit all ihren Aspekten. Für ihn eindeutig eins der Kernthemen, mit dem sich der SoVD auch in der Zukunft weiter intensiv beschäftigen müssen wird.

Grußwort SoVD-Präsident Adolf Bauer

Bildergalerie