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Energiekrise: Bedürftige brauchen auch bei der Stromrechnung Entlastung

Die Abschlagszahlung für den Gasverbrauch im Dezember wird der Staat übernehmen – das ist beschlossene Sache. Vor allem Menschen mit kleinen Einkommen, wird dies ein wenig Luft verschaffen – allerdings nur für den Augenblick, meint Klaus Wicher, Hamburger Landeschef Sozialverband SoVD: „Die nächste Angst, die jetzt viele haben, ist die Frage, wie sich die Strompreise entwickeln. Hier müssen besonders vulnerable Gruppen vom Staat und im Zweifelsfall vom Senat gestützt werden.“

Auch Stromanbieter sind von den explodieren Preisen für Gasenergie betroffenen. Deshalb flattern jetzt vielen Kund:innen Briefe ins Haus, in denen Stromanbieter deutlich höhere Preise für die Nutzung ankündigen. Laut Tarifportal Check 24zahlt ein Hamburger Durchschnittshaushalt mit konventionellem Stromzähler ab Oktober 9,19 Euro mehr pro Monat. „Das ist Geld, was vor allem Menschen und Familien mit kleinem Einkommen an anderer Stelle fehlen wird. Hinzu kommt, dass die Betroffenen schon seit Monaten mit einer steigenden Inflation leben müssen. Sie sind diejenigen, die am stärksten unter den veränderten Umständen leiden müssen.“

Dazu gehörten immer mehr Gruppen, die früher noch gut zurechtkamen: „Auch die Studierende, Senior: innen mit kleiner, aber bis dahin auskömmlicher Rente, und Familien, die am unteren Rand des Mittelstands lagen, spüren auf einmal sehr schmerzhaft, dass sie mit ihrem Geld nicht mehr hinkommen. Jede weitere Preissteigerung trifft sie inzwischen spürbar.“ Die Bundesregierung müsse sich deshalb dazu durchringen, zumindest für Bedürftige und Menschen mit kleinen Einkommen auch beim Strom ein Entlastungspaket zu schnüren: „Dies wäre relativ unkompliziert zu realisieren, denn die Empfänger:innen von Sozialleistungen sind den Behörden bekannt, die so wiederum gezielt unterstützen könnten.“

Sollte der Bund nicht liefern, müsse der Hamburger Senat einspringen: „Dafür steht ein stadteigener Notfallfond von 125 Millionen Euro bereit, der entsprechend vergrößert werden muss. Einen Teil für bedürftige Stromkund:innen zu investieren, würde das Signal an die Betroffenen senden, dass der Hamburger Senat die sozialen Probleme seiner Bürger:innen wirklich kennt und helfen will. Das sollte er sich nicht entgehen lassen!“

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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