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Debatte um 9-Euro-Ticket-Nachfolge

SoVD Hamburg fordert freie Fahrt für Bedürftige im HVV – JETZT!

Ob im Supermarkt, beim Heizen oder bei der Miete: Das Leben wird in diesen Zeiten rasant und spürbar teurer. Umso bedauerlicher, dass die Politik weiter um eine Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket hadert. Denn gerade armutsbetroffenen und -gefährdeten Menschen steht das Wasser längst bis zum Hals. Sie brauchen zeitnah und dauerhaft Entlastung, um weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Klaus Wicher, Landesvorsitzender Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hamburg fordert den Senat auf, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen und endlich ein Zeichen zu setzen: „Sichern Sie Teilhabe durch bezahlbare Mobilität – und zwar sofort!“

Zwar begrüßt er ganz ausdrücklich die Debatte um ein Folgemodell für das 9-Euro-Ticket, die aktuelle Forderung nach einem 49-Euro-Ticket geht für ihn jedoch an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei. „Menschen, die trotz Rente oder Arbeit am Existenzminimum leben, die Hartz IV oder Grundsicherung beziehen, und schon heute kaum noch über die Runden kommen, können das finanziell nicht stemmen. Was wir in Hamburg jetzt brauchen ist die komplett kostenfreie ÖPNV-Nutzung für Bedürftige!“, mahnt Wicher.

Als städtisches Unternehmen müsse der HVV unbedingt eine sozialverträgliche Preisgestaltung auflegen und dürfe dabei auch Haushalte mit kleinem bis mittlerem Einkommen nicht aus dem Blick verlieren. Denn selbst die Mittelschicht sei angesichts der Teuerungen zunehmend von Existenzsorgen geplagt und müsse schnell entlastet werden.

„Als Nachfolge für das 9-Euro-Ticket schlagen wir als SoVD deshalb ein 365-Euro-Ticket vor. Neben der kostenfreien Fahrt für Bedürftige, wäre das ein starkes politisches Bekenntnis zu einer sozialökologischen Mobilitätswende, die Klimaschutz und Teilhabe zusammendenkt. Aber auch für all diejenigen, die unter den massiven Preissteigerungen leiden und existenziell abhängig sind von einem günstigen ÖPNV.“, so der SoVD-Landeschef.